Archive für Dezember 2007
Der Gregorianische Trick
30.12.2007 von Andreas.
Schaltjahr 2008 - warum viele Menschen nur alle vier Jahre Geburtstag haben
Nur alle vier Jahre hat der Februar 29 Tage.
Foto: djd
(djd/pt). Ende Februar 2008 kann es wieder passieren. Da kommen zwei Schwestern als Zwillinge zur Welt. Doch während die eine jedes Jahr ihren Geburtstag begeht, hat die andere streng genommen nur alle vier Jahre Grund zum Feiern. So etwas ist möglich, wenn Zwillinge in der Nacht zum 29. Februar geboren werden. Als die Kinder noch in den eigenen vier Wänden zur Welt kamen, ließ sich die Schalttags-Problematik diskret lösen. Wenn Eltern ihrem Nachwuchs das ungeliebte Geburtsdatum ersparen wollten, bekam die Hebamme einfach eine kleine Aufmerksamkeit. Die Hebamme revanchierte sich, indem sie bei der Zeitangabe auf dem Geburtsschein ein paar Stündchen wegließ oder dazuschummelte. So wurde aus dem 29. öfter mal der 28. Februar oder 1. März. Heute ist so etwas unmöglich. Ausschlaggebend für den Geburtstag ist die im Kreißsaaal protokollierte Minute des ersten Atemzuges. Da hilft nur die Kunst der gynäkologischen Abteilung, die Geburt vorzuziehen oder hinauszuzögern - falls die Eltern wünschen, dass der Sprössling nicht auf drei Viertel der Geburtstage im Leben verzichten soll.
Jährlich ist ein Vierteltag zu viel
Den Schalttag gibt es, weil sich die Erde nicht in 365 Tagen um die Sonne dreht, wie dies das normale Kalenderjahr vorgibt. Vielmehr benötigt sie die “krumme” Zahl von 365 Tagen und fast sechs Stunden. Ließen wir den Vierteltag bei der Berechnung außen vor, gäbe es nach jedem vierten Jahr einen Fehler von ungefähr einem Tag. Der Beginn der Jahreszeiten rückte dann beständig nach vorn, so dass in ca. 730 Jahren der Sommer im Dezember beginnen würde. Alle vier Jahre wird daher ein zusätzlicher Tag dazwischen geschoben. Doch auch diese Korrektur ist ungenau. Denn die Erde benötigt eben nicht genau 365 Tage und sechs Stunden, um sich um die Sonne zu drehen: tatsächlich dauert das tropische Jahr 365 Tage, fünf Stunden und 46 Sekunden. Daher ist nun eine Korrektur in die andere Richtung nötig. Deshalb führte Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 den Gregorianischen Kalender mit einer verbesserten Schaltregel ein: Diese besagt, dass volle Jahrhunderte (wie 1700, 1800, 1900 usw.) nur dann Schaltjahre sind, wenn sie durch 400 teilbar sind. Daher war das Jahr 1600 und das Jahr 2000 ein Schaltjahr, das Jahr 1900 dagegen nicht, und auch das Jahr 2100 wird kein Schaltjahr sein. Mit diesem Trick gelingt die größtmögliche Annäherung des Kalenders an das tropische Jahr.
2008: Ein “geklauter” Feiertag
Noch eine Besonderheit gibt es übrigens 2008: Erstmals seit 1913 fällt Christi Himmelfahrt wieder auf den 1. Mai und damit mit dem arbeitsfreien Tag der Arbeit zusammen. Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert, wobei wie in alter Zeit üblich der Ostersonntag und der Himmelfahrtstag selbst beide mitgezählt werden. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag. Der früheste Termin ist der 30. April; der späteste Termin der 3. Juni. Die Konstellation des Jahres 2008 tritt nur äußerst selten ein, das nächste Mal erst wieder 2160.
Die Schalttags-Regelung des Gregorianischen Kalenders
Schon der vom römischen Herrscher Julius Caesar im Jahr 46 v. Chr. eingeführte julianische Kalender kannte die zwölf Monate und ihre in normalen Jahren übliche Länge sowie die Schalttagsregelung mit dem 29. Februar.
Um diesen Kalender exakter an den astronomischen Verlauf - das “tropische Jahr” - anzupassen, modifizierte Papst Gregor XIII. 1582 die Schalttagsregelung wie folgt:
- Alle Jahre, welche durch 4 teilbar sind, sind Schaltjahre.
- Alle Jahre, welche durch 100 teilbar sind, sind keine Schaltjahre.
- Alle Jahre, welche durch 400 teilbar sind, sind wiederum Schaltjahre.
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Durchschnittliche Haushaltsgröße sinkt auch zukünftig
20.12.2007 von Andreas.
Wiesbaden - Die Entwicklung hin zu kleineren Haushalten geht auch in den nächsten Jahren weiter und vollzieht sich in sämtlichen Bundesländern.Dies zeigt die Haushaltsvorausberechnung 2007 des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die Ergebnisse für die Bundesländer bis zum Jahr 2020 umfasst. In den westlichen Flächenländern sinkt die durchschnittliche Haushaltsgröße von 2007 bis 2020 voraussichtlich von
2,13 auf 2,02, in den neuen Ländern von 2,00 auf 1,90 und in den Stadtstaaten von 1,80 auf 1,72 Personen je Haushalt.
In Berlin lebt bereits jetzt in über 50% der Haushalte nur eine Person, 2020 dürften auch in Hamburg und Bremen mehr als die Hälfte der Haushalte Einpersonenhaushalte sein. Eine Zunahme des Anteils der Einpersonenhaushalte wird auch für alle anderen Länder erwartet. In den Flächenländern werden 2020 zwischen 37% und 42% aller Haushalte aus nur einer Person bestehen, zurzeit sind es 35% bis 41%.
Auch der Anteil der Zweipersonenhaushalte wird in den Flächenländern noch zunehmen, in den Stadtstaaten dürfte deren Anteil dagegen konstant bleiben. Der Anteil der Haushalte mit drei und mehr Personen wird in allen Ländern sinken. In den alten Flächenländern bestehen heute noch 29% aller Haushalte aus mindestens drei Personen, 2020 werden es voraussichtlich nur noch 24% sein. In den neuen Ländern wird der Anteil dieser Haushalte von 25% auf 21% und in den Stadtstaaten von 19% auf 16% zurückgehen. Dabei wird der Anteil der Haushalte mit drei Personen in den alten und neuen Flächenländern vergleichbar hoch liegen (12% beziehungsweise 13%). Haushalte mit vier und mehr Personen werden in den alten Flächenländern (13%) dagegen deutlich häufiger anzutreffen sein als in den neuen Ländern (8%).
Zu dieser Entwicklung wird es voraussichtlich kommen, weil die immer noch höhere Lebenserwartung der Frauen und die schneller als bei den Frauen steigende Lebenserwartung der Männer zu einer Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte im Seniorenalter führen dürfte. Die niedrige Geburtenhäufigkeit, die Zunahme der Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung und die hohe berufliche Mobilität dürften auch bei der Bevölkerung im jüngeren und mittleren Alter für kleinere Haushalte sorgen.
Mit der Verkleinerung der Haushalte wird es in den meisten Ländern zu einer Zunahme der Zahl der Haushalte kommen. Besonders stark wird diese Zunahme voraussichtlich in Hamburg (+ 7% gegenüber 2007) sowie Baden-Württemberg und Bayern (jeweils + 6%) ausfallen, wo bis 2020 auch die Bevölkerungszahl steigen oder zumindest stagnieren dürfte. Im Saarland sowie in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die Haushaltszahl dagegen abnehmen, weil die Zunahme kleinerer Haushalte den erwarteten Bevölkerungsrückgang nicht ausgleicht. In den anderen Bundesländern nimmt zwar die Bevölkerung ebenfalls ab, aber in schwächerem Maße, und die Tendenz zu kleineren Haushalten bewirkt hier insgesamt eine Steigerung der Zahl der Haushalte.
Die dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die Trendvariante der Haushaltsvorausberechnung. In der Trendvariante werden die mittel- bis langfristigen Veränderungen in der Verteilung der Bevölkerung nach Haushalten unterschiedlicher Größe fortgeschrieben. Daneben wurde auch eine Status-Quo-Variante berechnet, in der die Ausgangsverhältnisse im Haushaltsbildungsverhalten konstant gehalten wurden. Beide Varianten spiegeln die Auswirkungen der künftigen Bevölkerungsentwicklung auf die Haushaltszahl und -struktur wider. Künftige Veränderungen in der Struktur der Haushalte werden jedoch nur in der Trendvariante abgebildet. Sie berücksichtigt implizit die Verhaltensänderungen der Bevölkerung bei der Bildung der Privathaushalte und stellt somit ein umfassenderes Zukunftsmodell dar.
Eine ausführliche Darstellung der künftigen Entwicklung der Haushalte und der Bevölkerung in Deutschland und den Ländern enthält die Veröffentlichung “Demografischer Wandel, Heft 1, Bevölkerungs- und Haushaltsvorausberechnungen” der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Sie ist im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de, Pfad: Themen –> Bevölkerung –> Vorausberechnungen Haushalte oder bei den Statistischen Landesämtern zu beziehen.
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Frauen werden heute im Durchschnitt mit 26 Jahren Mutter
18.12.2007 von Andreas.
WIESBADEN - Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihrer Kinder hat sich in Deutschland in den 1960er Jahren zunächst verringert und ist danach angestiegen. Die heute 30- bis 44-jährigen Frauen bekamen ihr erstes Kind im Durchschnitt mit 26 Jahren und waren damit etwa drei Jahre älter als die Mütter mit ersten Kindern in den 1960er Jahren. Mit dem Anstieg des Alters der Mütter bei der ersten Geburt ging in Deutschland bisher der Rückgang der Kinderzahl einher, die eine Frau im Laufe des Lebens bekommt. Der Anstieg des durchschnittlichen Alters der Frauen bei der ersten Geburt hat sich zuletzt nicht mehr fortgesetzt, wobei diese Entwicklung durch die alten Bundesländer geprägt wurde.Diese Ergebnisse stammen aus einer Sondererhebung zu Geburten und Kinderlosigkeit, die Dr. Sabine Bechtold, Abteilungsleiterin im Statistischen Bundesamt, heute in Berlin vorgestellt hat. Mit der Erhebung werden die Informationen zu den Geburten, die laufend aus der Geburtenstatistik und dem Mikrozensus gewonnen werden, ergänzt. Die freiwillige Erhebung wurde im Herbst 2006 durchgeführt. Dazu gaben etwa12 500 Frauen zwischen 16 und 75 Jahren Auskunft. Die Sondererhebung bietet repräsentative Ergebnisse für Deutschland sowie die alten und die neuen Länder.
Die Entwicklung des Durchschnittsalters der Mütter bei ihrem ersten Kind verlief in Deutschland lange parallel zum Heiratsalter. Die Frauen der Jahrgänge 1931 bis 1936 waren bei der Geburt des ersten Kindes im Durchschnitt etwa 25 Jahre alt gewesen. Die etwa zehn Jahre jüngeren Frauen (Jahrgänge 1942 bis 1946) bekamen ihr erstes Kind bereits mit durchschnittlich 23 Jahren; diese Kinder gehörten zu den geburtenstarken Jahrgängen der 1960er Jahre. Bei den jüngeren Frauenjahrgängen (1947 bis
1966) stieg das Durchschnittsalter beim ersten Kind dann wieder an, bei den 1962 bis 1976 geborenen Müttern beträgt es 26 Jahre.
Diese Zunahme des Durchschnittsalters bei der ersten Geburt war vor allem in den alten Bundesländern (ohne Berlin) zu beobachten. Zuletzt stagnierte diese Kennziffer hier allerdings. Bei den Frauen der Jahrgänge 1967 bis 1971 blieb sie bei 27 Jahren und damit genauso hoch wie bei den fünf Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1962 bis 1966).
In den neuen Ländern gab es zunächst längere Zeit keinen solchen Anstieg. Dementsprechend waren die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes deutlich jünger als in den alten Ländern. Erst bei den Frauen, die Mitte der 1960er Jahre geboren wurden, nahm das Alter bei der Geburt des ersten Kindes zu. Für die 1967 bis 1971 geborenen Frauen beträgt es
24 Jahre. Bei den fünf Jahre jüngeren Frauen steigt es weiter an. Hier dürften die Veränderungen der Lebensverhältnisse seit der Wiedervereinigung eine Rolle gespielt haben.
Mit dieser Sondererhebung legt die amtliche Statistik erstmals auch umfassende Angaben zur Kinderlosigkeit vor. Ein gewisses Maß an Kinderlosigkeit ist in Deutschland nichts Neues. In den letzten etwa 20 Jahren ist sie allerdings deutlich angestiegen. Von den Frauen, die 1957 bis 1966 geboren wurden und die zum Zeitpunkt der Erhebung zwischen 40 und 49 Jahre alt waren, hatten 21% keine Kinder. Daran wird sich voraussichtlich nichts wesentliches mehr ändern, da nur noch wenige Frauen in diesem Alter erstmals Mutter werden. Unter den zehn Jahre älteren Frauen (Jahrgänge 1947 bis 1956) hatten 16% keine Kinder. In den alten Bundesländern ist der Anteil der kinderlosen Frauen bisher deutlich höher gewesen als in den neuen Ländern. Unter den Frauen der Jahrgänge 1957 bis 1966 haben in den alten Ländern 23% keine Kinder, in den neuen Ländern sind nicht einmal halb so viele kinderlos.
Die Kinderlosigkeit steigt mit dem Bildungsstand an. In Deutschland hat unter den 40 bis 75 Jahre alten Frauen (Geburtsjahrgänge 1931 bis 1966) jede siebte mit niedrigem (weder Abitur oder Fachabitur, noch berufliche Ausbildung), aber jede fünfte Frau mit hohem Bildungsstand (Fachschul-,
Fachhochschul- oder Hochschulabschluss) keine Kinder. Dieser Zusammenhang ist charakteristisch für die alten Bundesländer. Hier hat jede vierte Frau dieses Alters mit hoher Bildung keine Kinder, bei den Frauen mit niedriger Bildung ist es nur jede achte. In den neuen Ländern ist dagegen der Anteil der Kinderlosen insgesamt erheblich niedriger und nimmt mit dem Bildungsstand nicht zu.
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Hausabfälle werden getrennt eingesammelt!
18.12.2007 von Andreas.
Die meisten Haushaltsabfälle werden getrennt gesammeltNach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr
2006 insgesamt 37,3 Millionen Tonnen Abfälle bei den Haushalten eingesammelt. Der größte Teil (55%) davon waren mit insgesamt 20,5 Millionen Tonnen die getrennt erfassten organischen Abfälle und die getrennt gesammelten Wertstoffe. Der Anteil des Haus– und Sperrmülls am gesamten Abfallaufkommen betrug mit 16,7 Millionen Tonnen 45%.
Während die getrennt erfassten organischen Abfälle und die getrennt gesammelten Wertstoffe im Vergleich zum Vorjahr stiegen (2005 waren es 20 Millionen Tonnen), ging die Menge des Haus– und Sperrmülls gegenüber dem Vorjahr (16,8 Millionen Tonnen) leicht zurück. Im Einzelnen stiegen die getrennt gesammelten Wertstoffe auf 12 Millionen Tonnen (2005 11,7 Millionen Tonnen) leicht an, auch die Bioabfälle haben sich von 8,3 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf 8,4 Millionen Tonnen im Jahr 2006 etwas erhöht.
Das Gesamtaufkommen aller Haushaltsabfälle von 37,3 Millionen Tonnen entspricht rein rechnerisch 454 Kilogramm je Einwohner. Das bedeutet ein Plus von sechs Kilogramm je Einwohner gegenüber 2005. Darunter entfielen auf den Haus– und Sperrmüll 203 Kilogramm je Einwohner, gefolgt von den Wertstoffen mit 146 Kilogramm je Einwohner und den Bioabfällen mit 103 Kilogramm je Einwohner. Unberücksichtigt blieben bei diesem Vergleich wegen organisatorischer Veränderungen die Elektroaltgeräte.
Die durchschnittliche Verwertungsquote aller Haushaltsabfälle lag auch im Jahr 2006 bei 58%. Die getrennt erfassten Bioabfälle (zu 99%) und die getrennt gesammelten Wertstoffe (zu 96%) werden dabei nahezu vollständig verwertet.
Die Beseitigungsquote des Rest– und Sperrmülls ist leicht rückläufig, bewegt sich aber noch auf hohem Niveau. Sie beträgt für Abfälle aus der Restmülltonne 94% (im Jahr 2005 96%) und für Sperrmüll 65% (Vorjahr 68%).
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