Archive für Dezember 2009

Oktober 2009: 4,6% weniger Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe

WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wirkt sich die aktuelle Schwäche der Gesamtwirtschaft weiterhin deutlich auf die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland aus: Ende Oktober 2009 waren in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten gut fünf Millionen Personen tätig. Das waren rund 240 500 Personen oder 4,6% weniger als im Oktober 2008.Die Zahl der im Oktober 2009 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat bei gleicher Zahl der Arbeitstage um 8,9% auf 653 Millionen ab. Damit liegt die Abnahme der geleisteten Arbeitsstunden deutlich über dem Beschäftigtenrückgang, was insbesondere auf die starke Nutzung von Kurzarbeit zurückzuführen sein dürfte. Der Rückgang bei den Arbeitsstunden hat sich wiederum auf die Entgelte (Bruttolohn- und Bruttogehaltsumme) niedergeschlagen: Diese verringerten sich gegenüber Oktober 2008 um 6,6% auf 16,4 Milliarden Euro.

Betrachtet man die Beschäftigtenzahl in den von der Größe her wichtigsten Wirtschaftszweigen, dann wies nur der Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit + 1,4% eine positive Entwicklung gegenüber Oktober 2008 auf. Die Wirtschaftszweige Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen und Herstellung von elektrischen Ausrüstungen verzeichneten mit jeweils - 4,7% einen deutlichen Beschäftigtenrückgang. Überdurchschnittlich stark verringerte sich die Beschäftigtenzahl in den Wirtschaftszweigen Maschinenbau und Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (jeweils - 5,1%) sowie in der Herstellung von Metallerzeugnissen (- 6,7%).


Durchschnittserlös für Strom 2008 um 5,8% gestiegen

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, betrug im Jahr 2008 der vorläufige Durchschnittserlös (Grenzpreis) für Strom9,07 Cent je Kilowattstunde. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Grenzpreis damit um 5,8% gestiegen. Der Grenzpreis ist gesetzlich definiert als Durchschnittserlös der Versorgungsunternehmen je Kilowattstunde Strom, berechnet aus den Stromlieferungen an Sondervertragskunden.Der Durchschnittserlös an alle Letztverbraucher belief sich auf 11,55 Cent je Kilowattstunde. Das ist ein Plus von 5,7% gegenüber 2007. Bei der Abgabe an Tarifkunden (Haushalte und Kleinstverbraucher) erlösten die Versorgungsunternehmen 2008 im Durchschnitt 16,49 Cent je Kilowattstunde, 2,4% mehr als 2007.

Der Durchschnittserlös oder Grenzpreis wird ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen. Er enthält jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Gemäß der Konzessionsabgabenverordnung dient der Grenzpreis den Energieversorgungsunternehmen als Grundlage zur Berechnung der Konzessionsabgaben. Das sind Entgelte, die die Energieversorgungsunternehmen den Gemeinden für das Recht zahlen müssen, die Letztverbraucher mit Strom zu versorgen und öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu nutzen.

Gastgewerbeumsatz im Oktober 2009 real 6,1% niedriger als im Oktober 2008

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Oktober 2009 nominal 4,5% und real 6,1% weniger um als im Oktober 2008. Im Vergleich zum September 2009 war der Umsatz im Gastgewerbe im Oktober 2009 nachKalender- und Saisonbereinigung nominal 1,1% und real 1,5% niedriger.Beide Bereiche des Gastgewerbes blieben im Oktober 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats: das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 5,5% und real - 7,1%, die Gastronomie mit nominal - 3,7% und real - 5,2%. Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer einen Umsatzrückgang von nominal - 5,2% und real - 6,7%.

Von Januar bis Oktober 2009 setzten die Gastgewerbeunternehmen in Deutschland nominal 4,1% und real 6,2% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die realen Umsatzmesszahlen werden revidiert, sobald Preisindizes nach dem neuen Wägungsschema (Basisjahr 2005) zur Verfügung stehen.

Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zum Umsatz im Gastgewerbe können auch kostenfrei über die Tabelle 45213-0005 in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden, über aktuelle Datenergänzungen informiert das RSS-Newsfeed.

Über eine halbe Million Deutsche leben in den Nachbarländern

Wiesbaden - 2008 haben mehr als eine halbe Million deutsche Staatsbürger in einem der Nachbarländer Deutschlands gelebt, davon allein rund 203 000 in der Schweiz und 120 000 in Österreich. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des internationalen Tages der Migranten am 18. Dezember auf der Basis von Daten des statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) mit. Auch Belgien, die Niederlande und Luxemburg waren bei deutschen Auswanderern beliebt: In den Benelux-Staaten lebten 2008 rund 112 000 Deutsche. Für Frankreich liegen nur Daten für 2005 vor. Damals wohnten rund 91 000 Deutsche zwischen Rhein und Atlantik. In Dänemark, Polen und der Tschechischen Republik lebten 2008 zusammen etwa 46 000 Deutsche.In allen Nachbarländern, für die Daten vorliegen, ist die Zahl der deutschen Einwohner 2008 gegenüber 2007 stabil geblieben oder hat sich erhöht. Am deutlichsten stieg sie in der Schweiz (+ 29 000), in Österreich (+ 11 000) und in der Tschechischen Republik (+ 6 000).

In Luxemburg und der Schweiz waren 2008 deutlich mehr als 2% der Gesamtbevölkerung deutsch. Auch in Österreich war der Anteil der Deutschen mit 1,4% vergleichsweise hoch, während er in Frankreich (2005) und bei den östlichen Nachbarn unter 0,2% lag. In Luxemburg, Österreich und der Schweiz war nicht nur der deutsche Bevölkerungsanteil am

höchsten: Unter den Nachbarländern wiesen diese Staaten auch insgesamt die höchsten Ausländeranteile an der Gesamtbevölkerung auf.

Nicht nur in den Nachbarländern, auch in weiter entfernten Staaten der Europäischen Union lebten viele Deutsche. Besonders beliebt waren Spanien, wo 2008 rund 182 000 Deutsche lebten und Italien, wo 40 000 Einwohner die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen. Für das Vereinigte Königreich liegen nur Daten für 2005 vor. Damals wohnten dort rund 100 000 Deutsche. In den meisten europäischen Ländern, für die Vergleichswerte von Eurostat vorliegen, erhöht sich die Zahl der deutschen Bewohner bereits seit über zehn Jahren.

Die Zahlen zu internationalen Migranten lassen nur begrenzte Vergleiche zu. Wesentliche Gründe dafür sind national unterschiedliche Melderechtsgrundlagen und bevölkerungsstatistische Ansätze sowie die unterschiedliche Erfassung doppelter Staatsbürgerschaften.

Weitere Daten finden sich in der untenstehenden Tabelle und auf der Internetseite Eurostats unter ec.europa.eu/eurostat > Statistik > Bevölkerung. Umfassende deutschsprachige Beratung zur europäischen Statistik bietet der Europäische Datenservice (EDS) des Statistischen Bundesamtes (www.eds-destatis.de).

Importpreise Oktober 2009: - 8,1% gegenüber Oktober 2008



WIESBADEN - Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Oktober 2009 um 8,1% unter dem Vorjahresstand. Gegenüber September 2009 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,5%.Der Preisrückgang gegenüber Oktober 2008 ist insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger (- 23,5%) zurückzuführen. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 7,4% und für Mineralölerzeugnisse um 14,0%. Bezogen auf den Vormonat September 2009 stiegen die Preise für Rohöl allerdings um 5,4% und für Mineralölerzeugnisse um 5,6%. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Oktober 2009 um 7,9% unter dem Stand von Oktober 2008 (gegenüber September 2009: unverändert).

Auch Erdgas wurde im Oktober 2009 deutlich billiger eingekauft als im vergleichbaren Vorjahresmonat (- 45,3%). Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erdgaspreise erstmals seit fast einem Jahr wieder (+ 3,4%).

Das Preisniveau für Steinkohle lag ebenfalls niedriger als ein Jahr zuvor (- 31,6%). Gegenüber September 2009 verbilligten sich die Steinkohleimporte im Oktober 2009 um 2,1%.

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Eisenerze billiger als im Oktober

2008 (- 38,0%); im Vergleich zu September 2009 fielen die Preise um 8,7%. Nicht-Eisenerzimporte kosteten 1,1% weniger als im Oktober 2008 und 1,4% weniger als im September 2009.

Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug waren im Oktober

2009 um 1,8% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum September

2009 fielen sie um 0,4%. Rohaluminium kostete im Vorjahresvergleich 20,8% und im Vormonatsvergleich 3,6% weniger. Rohkupfer war im Oktober

2009 um 12,0% teurer als im Oktober 2008; der Preis veränderte sich aber gegenüber September 2009 kaum (+ 0,1%). Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel war im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,0% und gegenüber September 2009 um 0,3% teurer. Eisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich um 26,4% gegenüber dem Vorjahr

(- 0,9% gegenüber September 2009).

Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber Oktober

2008 um 19,2% (+ 1,5% gegenüber September 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,0% billiger (+ 1,9% gegenüber dem Vormonat). Ebenfalls preiswerter als vor einem Jahr wurden Schweine- (- 15,7%) und Rindfleisch (- 6,4%) importiert.

Der Index der Ausfuhrpreise sank im Oktober 2009 im Vergleich zum Oktober 2008 um 2,6%. Im September 2009 und im August hatte die Jahresänderungsrate jeweils - 3,2% betragen. Bezogen auf den Vormonat September 2009 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex nicht.

Detaillierte Informationen zum Index der Einfuhrpreise, Tabelle

61411-0006 und Index der Ausfuhrpreise, Tabelle 61421-0006 können kostenfrei in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden. Im Zuge einer Neuberechnung haben sich die Werte für den Index der Einfuhrpreise ab Januar 2009 geändert, im Schnitt liegen sie um 0,2 bis 0,5 Prozent niedriger als die ursprünglich berechneten Werte. Die neuen Werte sind in der GENESIS-Online Datenbank enthalten.



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Industrie investierte 2008 mehr als 60 Milliarden Euro in Sachanlagen

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WIESBADEN - Im Jahr 2008, also noch bevor sich die aktuelle Wirtschaftskrise im vollen Umfang auf die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe auswirkte, haben die deutschen Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten rund 60,7 Milliarden Euro in Sachanlagen investiert.Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,2 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2007 (+ 7,4%). Wie aus den unterjährigen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen hervorgeht, ging dabei die Investitionstätigkeit bereits im vierten Quartal 2008 spürbar zurück. Diese Entwicklung setzte sich im ersten Quartal 2009 verstärkt fort und wird sich dann auch in den Ergebnissen der Investitionserhebung 2009 widerspiegeln.Das im Jahr 2008 erzielte Investitionsvolumen von 60,7 Milliarden Euro ist das höchste seit der deutschen Wiedervereinigung. Nur im Jahr 1991, also unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung, lagen die Investitionen mit rund 59,5 Milliarden Euro ähnlich hoch.

Betrachtet man die Entwicklung in den vom Investitionsvolumen her wichtigsten Wirtschaftszweigen, dann gab es 2008 gegenüber dem Vorjahr die stärksten Zuwächse in der Automobilindustrie (um 22,0% auf 13,1 Milliarden Euro), im Maschinenbau (um 15,7% auf 7,7 Milliarden Euro), in der Metallerzeugung und -bearbeitung (um 13,6% auf 3,6 Milliarden Euro) und in der Chemischen Industrie (um 9,9% auf 7,0 Milliarden Euro). Der Bereich “Herstellung von Metallerzeugnissen” wies mit + 5,4% (auf 4,5 Milliarden Euro) einen unterdurchschnittlichen Anstieg auf, während im Ernährungsgewerbe das Investitionsvolumen sank (um 7,1% auf 4,3 Milliarden Euro). In der Summe erzielten die genannten sechs Branchen ein Investitionsvolumen von rund 40,2 Milliarden Euro; das entsprach 66% der Investitionen der deutschen Industrie insgesamt.

73% der privaten Haushalte haben einen Internetzugang



WIESBADEN - In Deutschland nimmt die Zahl der privaten Haushalte mit Internetzugang weiterhin zu.Sie ist von 27 Millionen Haushalten im Jahr 2008 auf 29 Millionen im Jahr 2009 gestiegen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Nutzung von

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten. Im Jahr 2009 verfügten 73% der privaten Haushalte über einen Internetanschluss. Im Vorjahr war der Anteil mit 69% noch um vier Prozentpunkte geringer gewesen.

Ebenfalls weiter angestiegen - auf knapp 23 Millionen - ist 2009 die Zahl der privaten Haushalte, die einen Breitbandanschluss besitzen. Von allen Haushalten mit Internetzugang verfügten damit 82% über einen Breitbandanschluss (2008: 73%).



Nach wie vor verwenden die meisten privaten Haushalte als Gerät für den Internetzugang einen stationären Computer, auch wenn der Trend rückläufig ist. Setzten 2008 noch 81% der Haushalte mit Internetzugang einen stationären Computer für den Internetzugang ein, waren es in diesem Jahr nur noch 76%. Zunehmend beliebter wird dagegen der Internetzugang über mobile Computer (Laptop,

Notebook) einschließlich Handheld Computer (Palmtop, PDA). Der Anteil der Haushalte mit Internetzugang, die solche Geräte verwendeten, ist im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozentpunkte auf 56% gestiegen (2008: 47%). Vergleichsweise selten wird dagegen das Handy für den Internetzugang in Privathaushalten verwendet (2009: 17%, 2008: 16%).

Als Zugangsart zum Internet ist der DSL-Anschluss am weitesten verbreitet. 75% der Haushalte mit Internetanschluss nutzten im Jahr 2009 diese Art des Breitbandanschlusses. Andere Breitbandanschlüsse (zum Beispiel Internet über TV-Kabel, UMTS, WiMAX) wurden in 9% der Haushalte mit Internetzugang verwendet. Stark rückläufig ist der Einsatz von analogen Modems oder ISDN-Modems und ISDN-Karten. 2009 nutzten nur noch 16% der Haushalte mit Internetzugang diese Geräte für das Surfen im Internet, während im Jahr 2006 der Anteil noch bei 54% gelegen hatte.

Neben der Ausstattung der Haushalte mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist auch die Internetnutzung der Bevölkerung weiter anwachsend. So nutzten 73% der Personen im Alter von zehn Jahren und älter im ersten Quartal 2009 das Internet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Anteil noch bei 71% gelegen. Ebenso ist eine Steigerung der Nutzungshäufigkeit bei den Internetnutzern zu verzeichnen. Der Anteil der Internetnutzer (ab zehn Jahren), die jeden Tag oder fast jeden Tag online waren, erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2008 von 66% auf 70%.

Trotz des hohen Anteils der Bevölkerung an der Internetnutzung insgesamt gibt es weiterhin Bevölkerungsschichten, die zu großen Teilen nicht online sind. Dies betrifft Personen in der Altersgruppe ab 65 Jahren und hierbei insbesondere Frauen. Im ersten Quartal 2009 nutzten nur 17% der Frauen ab 65 Jahren das Internet, während Männer in der gleichen Altersgruppe einen Anteil von 39% erreichten.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Internetnutzung sind dagegen in den anderen Altersgruppen zu vernachlässigen. Bei Personen zwischen 45 und 64 Jahren ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern bei der Internetnutzung relativ gering (männlich: 76%, weiblich 68%), bei Personen in den Altersgruppen unter 45 Jahren sind praktisch keine Unterschiede auszumachen

(10-15 Jahre: männlich: 96%, weiblich: 96%; 16-24 Jahre: männlich: 98%, weiblich 97%; 25-44 Jahre:

männlich: 94%, weiblich 92%).

3. Quartal 2009: Umsatzrückgang im Dienstleistungsbereich zum dritten Mal in Folge

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WIESBADEN - Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes(Destatis) sank der Umsatz in ausgewählten Dienstleistungsbereichen im Vergleich zum Vorjahresquartal nominal um insgesamt 9,8%. In allen betrachteten Wirtschaftsabschnitten war gegenüber dem Vorjahresquartal ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. So verringerten sich die Umsätze bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen um 5,9% und im Bereich Information und Kommunikation um 10,0%. Noch stärker waren die Rückgänge in den Bereichen Verkehr und Lagerei (- 10,4%) sowie der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen

(- 12,1%).

Kalender- und saisonbereinigt ging der Umsatz insgesamt gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 1,0% zurück. Während im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen der Umsatz um 3,7% stieg, nahmen in Verkehr und Lagerei die Umsätze um 1,2%, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 1,3% und im Bereich Information und Kommunikation um 2,3% ab.

Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich in den betrachteten Wirtschaftsbereichen gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt um 2,2%.

Wie schon im Vorquartal zeigte sich im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit - 5,5% der stärkste Rückgang. Bei Verkehr und Lagerei ging die Beschäftigung um 1,4%, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen um 0,1% zurück. Dem gegenüber stieg die Zahl der Beschäftigten im Bereich Information und Kommunikation gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1%.

Saisonbereinigt blieb die Anzahl der Beschäftigten insgesamt im Vergleich zum Vorquartal unverändert. Während die Beschäftigung im Bereich Verkehr und Lagerei um 0,5% und im Bereich Information und Kommunikation um 0,3% sank, blieb sie bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen unverändert.

Bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen stieg die Anzahl der Beschäftigten leicht um 0,1%.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise stehen im Internet unter:

http://www.destatis.de, Pfad: Weitere Themen –> Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen –> Dienstleistungen zur Verfügung sowie in der Fachserie 9, Reihe 3, die kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter: http://www.destatis.de/publikationen,Suchwort “Konjunktur”, abrufbar ist.

Handwerk: 5,1% weniger Umsatz im 3. Quartal 2009



Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk im dritten Quartal 2009 um 5,1% niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Zugleich waren in diesen Gewerben Ende September 2009 2,1% weniger Personen tätig als Ende September 2008.

Der mit Abstand größte Umsatzeinbruch wurde mit - 20,4% von den Handwerken für den gewerblichen Bedarf gemeldet. Umsatzrückgänge verzeichneten im dritten Quartal 2009 auch das Bauhauptgewerbe (- 4,5%), das Ausbaugewerbe (- 3,1%) und das Lebensmittelgewerbe (- 1,6%).

In den Handwerken für den privaten Bedarf stagnierte der Umsatz. Höhere Umsätze als im Vorjahresquartal gab es im Kraftfahrzeuggewerbe (+ 1,5%) und im Gesundheitsgewerbe (+ 2,1%).

Im Bauhauptgewerbe, im Ausbaugewerbe, in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, im Kraftfahrzeuggewerbe sowie in den Handwerken für den privaten Bedarf ging die Beschäftigung zurück. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf war der Personalrückgang mit - 6,1% am stärksten. Geringe Beschäftigungszunahmen verzeichneten das Lebensmittelgewerbe (+ 0,1%) und das Gesundheitsgewerbe (+ 0,2%).

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.Detaillierte Ergebnisse über das zulassungspflichtige Handwerk bietet die Fachserie 4, Reihe 7.1.1, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort “Handwerk”, kostenlos erhältlich ist.



17,4% mehr Unternehmensinsolvenzen im September 2009



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Im September 2009 haben die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 910 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Damit stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um 17,4% gegenüber September 2008. Die Verbraucherinsolvenzen lagen im September 2009 mit 8 925 Fällen um 7,4% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 14 430 Insolvenzen registriert. Das waren 10,0% mehr als im September 2008.Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für September 2009 auf 42,6 Milliarden Euro gegenüber 2,8 Milliarden Euro im September des Vorjahres. Dieser ungewöhnlich starke Anstieg der Forderungen ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen.

Von Januar bis September 2009 wurden 24 717 Insolvenzen von Unternehmen (+ 11,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) sowie 74 635 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 1,5%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte in diesem Zeitraum 121 337 Insolvenzen. Das waren 3,8% mehr als in den Monaten Januar bis September 2008.

Auf Grund der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2009 mit über 34 000 Unternehmensinsolvenzen (2008:

29 291) und rund 100 000 Verbraucherinsolvenzen (2008: 98 140).

Insgesamt werden über 160 000 Insolvenzfälle (2008: 155 202) erwartet.

 

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise finden Sie in der Fachserie 2, Reihe 4.1, die kostenlos im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort: “Insolvenzen”abrufbar ist.