Archive für Februar 2010

Gaspreise ziehen 2010 wieder an

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Neuburg a. d. K., 25. Februar 2010 – Nach einem starken Rückgang der Erdgaspreise im vergangenen Jahr müssen sich die Ergasverbraucher in Deutschland wieder auf steigende Preise für die Erdgasversorgung einstellen. Bereits zum Jahresbeginn im Januar und Februar erhöhten rund 90 Erdgasversorgungsunternehmen die Preise. Dies deutete bereits auf eine allgemeine Trendwende bei den Erdgaspreisen hin. In den nächsten zwei Monaten werden weitere rund 40 Erdgasversorger Preiserhöhungen  von durchschnittlich 6,8 Prozent angekündigt.

Die niedrigen Erdölpreise und der schwache Dollar führten 2009 zu sinkenden Erdgaspreisen

 “Während des vergangenen Jahres und auch in der aktuellen Heizperiode haben Erdgaskunden von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise profitieren können”, erklärt Energieeinkäufer Andreas Karthan von GSW-Energie Karthan www.karthan.de “Besonders die niedrigen Erdölpreise in der ersten Jahreshälfte 2009 und der schwache Dollar drückten die Erdgaspreise durch die Ölpreisbindung stark nach unten.” Dadurch fiel der Erdgaspreis für letzt Verbraucher bei den rund 750 regionalen Gasgrundversorgern zu Jahresende 2009 um durchschnittlich 23 Prozent in den günstigen Wahltarifen der Erdgasgrundversorger.

Die Erholung des Ölpreises auf rund 80 US-Dollar wirkt aktuell als Preis treibend bei den Ergaspreisen 

“Seit Beginn des Jahres 2010 lässt sich allerdings ein moderates Ansteigen der Erdgaspreise verzeichnen”, so Karthan. “Obwohl große Gasmengen an den internationalen Spotmärkten vorhanden sind und eine Aufweichung der Ölpreisbindung in den langfristigen Lieferverträgen zwischen E.ON Ruhrgas und Gazprom bleibt das Preisniveau bei Öl und Heizöl vorerst der dominierende Faktor bei der Erdgaspreisbildung.”

Daher bekommen viele Erdgasverbraucher jetzt die Verdopplung des Erdölpreises seit dem letzten Sommer zu spüren. Mit Blick auf die angekündigten Preiserhöhungen in den ersten Monaten des Jahres 2010 muss eine vierköpfige Familie bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Erdgas mit Mehrkosten von durchschnittlich 85 Euro, in der Spitze sogar von 167 Euro rechnen. Betroffen sind fast alle Regionen in Deutschland. Erfreulich für viele Erdgaskunden: Bei den 4 größten deutschen Erdgasversorgern, E.ON, RWE, EnBW und der Berliner GasAG, sind die Preise seit Sommer bzw. Herbst 2009 stabil und Preiserhöhungen derzeit nicht angekündigt. Zudem wird das Erdgas entgegen dem Trend ab März und April bei acht Versorgern um durchschnittlich 8 Prozent günstiger, beispielsweise in Kaiserslautern und Hannover.

 “Auch über die ersten Monate des Jahres 2010 hinaus wird es im weiteren Verlauf des Jahres zu steigenden Erdgaspreisen kommen. Je nach Einkaufsstrategie und -möglichkeiten und dem nötigen glücklichen Händchen wird es immer wieder Erdgasversorger geben, die günstige Einkaufspreise an ihre Kunden weitergeben können”, deutet Karthan an.

Auf Grund der unterschiedlichen Preisentwicklungen sollten Erdgasverbraucher daher die Möglichkeiten der liberalisierten Energiemärkte nutzen und durch Anbietervergleiche und -wechsel den Erdgasversorgen zeigen, dass sie mündige Verbraucher sind. In vielen Orten sind die alternativen Erdgasanbieter mehrere Hundert Euro günstiger als der lokale Erdgasgrundversorger. “Mit Preisgarantien von 12 oder 24 Monaten können sich Haushalte und Mittelständische Unternehmen die derzeitig sehr günstigen Erdgaspreise für die kommende Heizperiode sichern”, sagt Karthan. 

Als unabhängiger Dienstleister im Bereich Energieeinkauf hilft GSW-Energie Karthan vor allem Mittelständischen Unternehmen bei der Beschaffung von Erdgas und Strom. entlastet dadurch den im eigenen Haus angesiedelten Einkauf. Gerne hilft GSW-Energie Karthan auch privaten Erdgasverbrauchern beim Wechsel des Erdgas- oder Stromversorgers. Selbstverständlich kann sich heute auch jeder Verbraucher im Internet selbst den günstigsten Erdgas- oder Stromanbieter suchen. Hierbei ist in jedem Fall auf die Vertragsgestaltung, Kündigungsfristen und die Regeln für eventuelle Wechselprämien zu achten. GSW-Energie Karthan bietet auf seinen Internetseiten www.karthan.de ebenfalls einen Vergleichsrechner an. Wer sich nicht durch den Wust an Verträgen arbeiten will, der füllt einfach eines der Anfrage Formulare auf der Internetseite von GSW-Energie Karthan aus (www.karthan.de). Dann kümmert sich GSW-Energie Karthan um die Angebotserstellung und die Vergleiche.

 

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Entgeltantrag “Hybrider Onlinebrief” genehmigt

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Kurth: “Viel Potenzial für innovative Produkte”

Die Bundesnetzagentur hat heute die Entgelte für den “Hybriden Onlinebrief” der Deutschen Post AG (DP AG) antragsgemäß genehmigt. Das zur Genehmigung vorgelegt Entgelt von 46 Cent für den Standardbrief umfasst lediglich die reine Beförderungs- und Zustellleistung.

Über das Onlineportal der DP AG wird der Brief des Kunden angenommen, anschließend ausgedruckt, kuvertiert und frankiert sowie schließlich von der Tochter Deutsche Post Com GmbH in die Briefzentren der DP AG zur Beförderung und Zustellung eingeliefert. Die Ersparnis von neun Cent gegenüber dem normalen Standardbrief zu 55 Cent ergibt sich aus der Einlieferung regelmäßig hoher Sendungsmengen durch die Deutsche Post Com GmbH.

Das Gesamtentgelt für den Kunden setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Entgelt für die elektronische Einlieferung, dem Entgelt für die postvorbereitenden Tätigkeiten – Drucken, Kuvertieren und Frankieren – und dem genehmigungspflichtigen Entgelt für die Beförderung und Zustellung des Briefs.

“Mit der Genehmigung des Entgelts für den Hybriden Onlinebrief fällt bei der Deutschen Post AG der Startschuss für den elektronischen Briefversand. Die Digitalisierung hält auch hier Einzug und wird die schriftliche Kommunikation grundlegend verändern. In diesem Bereich liegt viel Potenzial für innovative Produkte”, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Bei dem Onlinebrief der DP AG wird es zwei Varianten geben. Die erste Variante beinhaltet den vollständig elektronischen Brief, d. h. Einlieferung und Zustellung erfolgen auf elektronischem Weg. Wenn die elektronische Zustellung nicht gewünscht oder nicht möglich ist, kann die Variante “Hybrider Onlinebrief” genutzt werden. Diese verbindet die elektronische Einlieferung mit einer physischen Zustellung des Briefs beim Empfänger.

Mit der Genehmigung der Entgelte will die DP AG den “Hybriden Onlinebrief” zunächst als Betriebsversuch starten. Daran werden Geschäfts- sowie Privatkunden teilnehmen. Im Spätsommer dieses Jahres soll die Dienstleistung allen Verbrauchern angeboten werden.

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Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2009


WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 12. Februar 2010 mitgeteilt hat, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im vierten Quartal 2009 auf dem Niveau des Vorquartals (+ 0,0%). Damit hat sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten (+ 0,4%) und dritten Quartal 2009 (+
0,7%) nicht fortgesetzt.

Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, verkettet
(saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census X-12-ARIMA)
Veränderung gegenüber dem Vorquartal:

2008                              2009
1.Vj    2.Vj    3.Vj    4.Vj      1.Vj    2.Vj    3.Vj    4.Vj
1,6%  – 0,6%  – 0,3%  – 2,4%    – 3,5%    0,4%    0,7%    0,0%

Wachstumsimpulse kamen im vierten Quartal 2009 lediglich vom Außenhandel: Während die Exporte im Vergleich zum Vorquartal um 3,0% zulegten, waren die Importe mit - 1,8% rückläufig. Der daraus resultierende Außenbeitrag hat mit 2,0 Prozentpunkten zur Wirtschaftsentwicklung beigetragen. Ausgeglichen wurde dieser positive Wachstumsbeitrag jedoch komplett durch die negative Entwicklung der inländischen Verwendung, die insgesamt um 2,1% zurückging. Sowohl die Konsumausgaben als auch die Investitionen erwiesen sich dabei als Wachstumshemmnis. Die Konsumausgaben des Staates gingen um 0,6% zurück, die privaten Konsumausgaben um 1,0%.
In Bauten wurde um 0,5% weniger investiert, in Ausrüstungen sogar um 1,5% weniger. Die Lagerbestände wurden im vierten Quartal 2009 abgebaut (Wachstumsbeitrag: - 1,2 Prozentpunkte), nachdem es im 3. Quartal 2009 noch einen kräftigen Lageraufbau gegeben hatte
(Wachstumsbeitrag: + 1,5 Prozentpunkte).



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Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Vorjahresvergleich:

Anders als im Vorquartalsvergleich ist das preisbereinigte BIP im Vorjahresvergleich gesunken: Es war im vierten Quartal 2009 um 1,7% niedriger als im gleichen Quartal des Vorjahres (kalenderbereinigt - 2,4%). Das Minus fiel damit schwächer aus als in den vorangegangenen Quartalen des abgelaufenen Jahres, dennoch ist das Ausmaß der Wirtschaftskrise nach wie vor erkennbar.

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Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt, verkettet (Ursprungswerte)
Veränderung gegenüber dem Vorjahr:

2008                              2009
1.Vj    2.Vj    3.Vj    4.Vj      1.Vj    2.Vj    3.Vj    4.Vj
2,1%    3,4%    1,4%  – 1,7%    – 6,4%  – 7,0%  – 4,7%  – 1,7%

Die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2009 wurde von 40,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 156 000 Personen oder 0,4% weniger als ein Jahr zuvor.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigen, ist im vierten Quartal 2009 um 1,3% gesunken. Je Erwerbstätigenstunde ist die Arbeitsproduktivität etwas weniger stark zurückgegangen (- 1,1%), da je Erwerbstätigen im Durchschnitt etwas weniger gearbeitet wurde als im Vorjahresquartal (- 0,1%) - trotz der zwei zusätzlichen Kalendertage im Berichtsquartal. Wesentlich dazu beigetragen haben die Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der Anstieg der Teilzeitbeschäftigung bei gleichzeitigem Rückgang der Vollzeitbeschäftigung.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche war im vierten Quartal 2009 um 2,2% niedriger als im vierten Quartal 2008. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) war der Rückgang mit 8,1% wiederum am stärksten, wenn auch im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Jahres deutlich abgeschwächt. Die im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr erbrachte Wirtschaftsleistung war um 2,7% niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, die des Bereichs Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister um 1,1%. Dagegen erzielten der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+ 1,1%), die öffentlichen und privaten Dienstleister (+ 1,8%) sowie das Baugewerbe (+ 2,9%) im Berichtsquartal ein positives Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts bremste die inländische Verwendung, die sich aus den Konsumausgaben und den Bruttoinvestitionen zusammensetzt, die wirtschaftliche Entwicklung im Vorjahresvergleich (- 2,8%). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf einen massiven Einbruch der realen Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen, die bereits das fünfte Quartal in Folge deutlich unter ihrem Vorjahresniveau lagen. Im Berichtsquartal wurde um 17,9% weniger in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge investiert als im vierten Quartal 2008. Die Bauinvestitionen scheinen sich dagegen weiter erholt zu haben: Sowohl in Wohnbauten als auch in Nichtwohnbauten wurde wieder mehr investiert als ein Jahr zuvor (insgesamt + 3,3%). Negative Impulse kamen zusätzlich von einem kräftigen Abbau der Lagerbestände im Vergleich zum Vorjahr (Wachstumsbeitrag: - 1,9 Prozentpunkte).

Discounter-Strom

Im Gegensatz zu den Bruttoinvestitionen trugen die Konsumausgaben im Vorjahresvergleich insgesamt positiv zur Wirtschaftsentwicklung bei (+ 0,5%). Die Konsumausgaben des Staates waren um 2,6% höher als im vierten Quartal 2008, die privaten Konsumausgaben lagen nur geringfügig unter ihrem Vorjahresniveau (- 0,1%).

Positive Impulse kamen auch vom Außenbeitrag, obwohl die globale Wirtschaftskrise auch im vierten Quartal 2009 die ausländische Nachfrage nach deutschen Waren und Dienstleistungen beeinträchtigt hat: Die deutschen Exporte waren um 3,8% niedriger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang war jedoch deutlich geringer als in den ersten drei Quartalen dieses Jahres, als die Exporte im Vorjahresvergleich um 17,1% (Januar bis März), 20,0% (April bis Juni) beziehungsweise 15,2% (Juli bis September) zurückgegangen waren. Auch die Importe waren weiter rückläufig; da der Rückgang mit - 6,5% stärker war als der Rückgang der Exporte, hatte der Außenbeitrag einen positiven Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung (Wachstumsbeitrag: + 1,0 Prozentpunkte).

In jeweiligen Preisen gerechnet war das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2009 um 0,6% niedriger als ein Jahr zuvor. Das Bruttonationaleinkommen ist im Berichtsquartal um 0,5% gegenüber dem vierten Quartal 2008 gesunken. Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt und den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, hat um 0,3% zugenommen. Während das Arbeitnehmerentgelt zurückging (- 0,8%), waren die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach zuletzt fünf Quartalen mit negativen Veränderungsraten im vierten Quartal 2009 erstmals wieder höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (+ 2,9%). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte hat sich geringfügig um 0,4% erhöht. Die nominalen Konsumausgaben der privaten Haushalte waren ebenfalls um 0,4% höher als im Vorjahresquartal. Daraus errechnet sich für die Sparquote der privaten Haushalte ein Wert von 10,0%, das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im vierten Quartal 2008.

Neben der Erstberechnung des vierten Quartals 2009 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des Bruttoinlandsprodukts für die ersten drei Quartale 2009 sowie für das Jahr 2009 überarbeitet und - soweit erforderlich - revidiert. Auswirkungen auf die vierteljährlichen Veränderungsraten des preisbereinigten BIP ergaben sich daraus nicht. Für das Jahr 2009 wurde die bisherige Veränderungsrate des preisbereinigten BIP von - 5,0% bestätigt. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang des BIP im Jahr 2009 nunmehr auf - 4,9%.

Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen können im Internet (http://www.destatis.de) abgerufen werden. Außerdem werden in der Fachserie 18 “Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen”, Reihe 1.2 “Vierteljahresergebnisse” (Bestellnummer 2180120) sowie Reihe
1.3 “Saisonbereinigte Vierteljahresergebnisse nach Census X-12-ARIMA und BV 4.1″ (Bestellnummer 2180130) tiefer gegliederte Ergebnisse veröffentlicht. Diese und weitere Veröffentlichungen sind online im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen kostenfrei erhältlich. Einen ausführlichen Qualitätsbericht für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen finden Sie ebenfalls kostenfrei im Internet unter http://www.destatis.de –> Publikationen –> Qualitätsberichte
–> Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen.

Staatliche Defizitquote im Jahr 2009 beträgt 3,3%



WIESBADEN -  Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im Jahr 2009 nach aktualisierten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
79,3 Milliarden Euro. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (2 407,2 Milliarden Euro) errechnet sich daraus für den Staat eine Quote von - 3,3% im Jahr 2009. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 1995.

Das Finanzierungsdefizit errechnet sich als Differenz der Einnahmen (1 066,0 Milliarden Euro) und der Ausgaben (1 145,3 Milliarden
Euro) des Staates. Aufgeteilt auf die staatlichen Ebenen betrug das Defizit des Bundes 39,6 Milliarden Euro, das der Länder 20,2 Milliarden Euro, das der Gemeinden 7,5 Milliarden Euro und das der Sozialversicherung 12,1 Milliarden Euro.

In der für das europäische Verfahren bei einem übermäßigen Defizit des Staates maßgeblichen Abgrenzung beträgt das Finanzierungsdefizit des Staates 79,1 Milliarden Euro. Das leicht geringere Defizit resultiert dabei aus der Einbeziehung von Zahlungsströmen aus Swapvereinbarungen und Forward Rate Agreements bei den Zinsen. Auch in dieser Abgrenzung beträgt die Defizitquote 3,3%.

Finanzierungssaldo des Staates in Prozent des Bruttoinlandsprodukts in jeweiligen Preisen

2004     2005     2006     2007     2008     2009
- 3,8       - 3,3       - 1,6       + 0,2      + 0,0      - 3,3

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Continental AG wird exklusiver Reifenpartner und ein Offizieller Sponsor der FIFA WM 2014 in Brasilien

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* Reifenhersteller setzt langfristige Marketing-Strategie für Pkw-Reifen fort
* Positionierung der Premium-Marke Continental soll weiter gestärkt werden
* Tickets und Hospitality bleiben wichtige Eckpfeiler der Aktivierung
* Sponsoring der Major League Soccer bietet Chancen in Nordamerika

Die Continental AG wird die erfolgreiche langfristige Marketing-Strategie für ihre Premium-Reifenmarke Continental mit dem Sponsoring der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014TM in Brasilien in der Produktkategorie Reifen konsequent weiter fortsetzen. “Während die Vorbereitungen für die Aktivierung unseres Sponsorings der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010TM in Südafrika auf Hochtouren laufen, haben wir mit der Verlängerung der FIFA-Partnerschaft bis 2014 bereits die Weichen für die weltweite Marketing-Kommunikation der nächsten Jahre gestellt. Der Profi-Fußball hat sich für uns als zentrale Kommunikations-Plattform hervorragend bewährt, um die Markenbekanntheit in unseren Kernmärkten kontinuierlich zu steigern und unsere Positionierung der Premium-Marke Continental weiter zu stärken. Brasilien verspricht als schillernde Fußballnation und Ausrichter der nächsten FIFA Fussball-WeltmeisterschaftTM  schon
heute ein einzigartiges Fest der Begeisterung und Leidenschaft zu werden und diese Attribute passen hervorragend zu unseren Produkten”, erklärte der Continental-Pkw-Reifen-Vorstand Nikolai Setzer.



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Continental ist heute der weltweit viertgrößte Hersteller von Pkw-Reifen. Die Hannoveraner haben sich eine gefestigte Position als Technologieführer erarbeitet, die durch den mit über 30 Prozent sehr hohen Marktanteil in der europäischen Erstausrüstung untermauert wird. Continental ist in Europa seit Ende 2007 auch Gesamtmarktführer (Erstausrüstung & Ersatzgeschäft) für Pkw-Reifen und seit vielen Jahren weltweit führend im Geschäft mit Pkw-Winter-Reifen. “Wir sind
überzeugt davon, dass wir unsere Markenbekanntheit mit Hilfe des Fußball-Sponsorings der FIFA WM 2014 besonders in den aktuellen Wachstumsregionen Südamerika und Asien noch deutlich verbessern können. Hinzu kommt, dass wir mit dem Sponsoring der Major League Soccer erstmals ab diesem Jahr auch in Nordamerika Profi-Fußball als nationale Kommunikations-Plattform nutzen können. Wir wollen Continental in den weltweit wichtigsten Märkten langfristig zu einer
der Top-Premium-Marken im Ersatzgeschäft machen und das Fußball-Sponsoring so intensiv wie möglich in unsere Geschäftsbeziehungen einbinden”, so Setzer weiter.


Continental hat die Rechte erworben, das Sponsoring der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014(TM) weltweit zu vermarkten und wird diese nutzen, um die gesamte Marketing-Kommunikation eng mit dem Sponsoring zu verknüpfen. Daneben werden auch wieder ein nennenswertes Ticket-Kontingent und Premium-Hospitality zur Verfügung stehen, die sich für Continental als wichtige Eckpfeiler der Aktivierungsstrategie etabliert haben. Im Herbst 2010 wird die Division Pkw-Reifen von Continental ein neues Marketing-Konzept für die Premium-Reifenmarke Continental für die Zeit bis zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014(TM) entwickeln. Im brasilianischen Ersatzgeschäft nimmt der Reifenhersteller mit einem Marktanteil von mehr als 10 Prozent schon heute eine substantielle Position ein. In Camacari, Brasilien, verfügt Continental über ein Werk für Pkw- und Nfz-Reifen, wo die 1.057 Mitarbeiter 2009 insgesamt mehr als vier Millionen Reifen produziert haben. Der Bedarf für das Erstausrüstungs- und Ersatzgeschäft in Südamerika wird maßgeblich von
dort gedeckt.



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Mit Hilfe der exklusiven Sponsorings der Champions League (1995 - 2000), der FIFA WM 2006, der UEFA EURO 2008 und der FIFA WM 2010 hat der Automobil-zulieferer den Bekanntheitsgrad der Premium-Reifenmarke Continental in wichtigen Absatzmärkten kontinuierlich gesteigert.
Unter www.ContiSoccerWorld.de berichtet Continental auf dem Weg zur FIFA WM 2010 in zahlreichen Einblicken, Portraits und Interviews sowohl umfassend über die Teams und Stars als auch über Land und Leute sowie sämtliche eigenen Aktivitäten im Fußballumfeld. Darüber hinaus gibt Continental hier als exklusiver Reifen-Partner des Projektes “Road to South Africa” ( www.road-to-south-africa.de ) von Anfang April bis zum FIFA WM-Eröffnungsspiel am 11. Juni 2010 in Johannesburg mit Videos, Bildern und Texten auch exklusive Einblicke in die Kultur, Lebensweise und Landschaften von mehr als 25 afrikanischen Ländern.




Continental gehört mit einem Umsatz von ca. 20 Mrd Euro im Jahr 2009 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antriebe und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt Continental zu mehr
Fahrsicherheit und zum globalen Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Continental beschäftigt derzeit rund 134.500 Mitarbeiter in 46 Ländern.

Die Division Pkw-Reifen entwickelt und produziert Pkw-Reifen für Kompakt-, Mittel- und Oberklasse-Fahrzeuge sowie Reifen für 4×4, Van und Kleintransporter. Gefertigt werden Reifen der Marken Continental, Uniroyal (mit Ausnahme der NAFTA-Region, Kolumbiens und Perus), Semperit, Barum, General Tire, Euzkadi, Viking, Gislaved, Mabor, Matador, Sime Tyres und - in Malaysia, Singapur und Brunei - Dunlop.
Zur Division Pkw-Reifen gehören auch die Zweiradaktivitäten (Motorrad- und Fahrradreifen) sowie Handelsgesellschaften mit mehr als 2.200 Reifenfach- und Franchisebetrieben in 13 Ländern.

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Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2009 auf einem neuen Tiefstand


WIESBADEN -  Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen im Jahr 2009 auf deutschen Straßen 4 160 Menschen ums Leben. Das waren 317 Getötete oder 7,1% weniger als ein Jahr zuvor. Damit hat sich auch im Jahr 2009 die positive Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt: die Zahl der Getöteten erreichte den niedrigsten Stand seit 1950. Gleichwohl verloren immer noch durchschnittlich 11 Menschen pro Tag im Straßenverkehr ihr Leben. Die Zahl der Personen, die bei Unfällen schwer oder leicht verletzt wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7% auf rund 397 900 Personen verringert.

Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle ist trotz sinkender Verunglücktenzahl im vergangenen Jahr leicht gestiegen, und zwar um 0,5% auf 2,30 Millionen. Während die Unfälle mit Personenschaden um 3,0% auf 310 900 gesunken sind, wurden mehr Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (+ 1,1% auf 1,99 Millionen) verzeichnet.

Mehr Verkehrstote als im Vorjahr wurden im Jahr 2009 nur in Mecklenburg-Vorpommern (+ 19% oder 25 Personen), in Bremen (+ 8,3% oder 1 Person) und im Saarland (+ 4,7% oder 2 Personen) gezählt. In den übrigen Bundesländern starben im Vergleich zum Vorjahr weniger Menschen im Straßenverkehr. Prozentual am stärksten zurückgegangen ist die Zahl der Verkehrstoten in Sachsen-Anhalt (- 26% oder 59 Personen), in Sachsen (- 21% oder 51 Personen) und in Thüringen (- 20% oder 37 Personen).

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Auf die Zahl der Einwohner bezogen starben in Deutschland im vergangenen Jahr 51 Personen je 1 Million Einwohner. Nicht nur in den Stadtstaaten Berlin (14), Hamburg (19) und Bremen (20), sondern auch in Nordrhein-Westfalen (34) wurden wesentlich weniger Personen je 1 Million Einwohner bei Straßenverkehrsunfällen getötet als im Bundesdurchschnitt. Weit über dem Durchschnitt lagen nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern mit 94 und Brandenburg mit 80 Todesopfern je 1 Million Einwohner.

Im Dezember 2009 erfasste die Polizei in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 210 700 Straßenverkehrsunfälle, 3,5% mehr als im Dezember 2008. Aufgrund des Wintereinbruchs ereigneten sich im Dezember 2009 vor allem mehr Unfälle mit Sachschaden, diese sind gegenüber Dezember 2008 um 4,2% auf 188 200 gestiegen. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 2,3% auf rund 22 500 zurückgegangen. Bei diesen Unfällen kamen 302 Menschen ums Leben, 9,3% weniger als im Vorjahresmonat. Weitere 29 000 Personen (- 2,9%) wurden verletzt.



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Aufträge im Bauhauptgewerbe im Jahr 2009: real - 6,6% zum Vorjahr



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WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im Jahr 2009 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 6,6% gesunken. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 13,0% ab, im Tiefbau dagegen um 0,1% zu.

Im Jahr 2009 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 705 000 Personen tätig; das waren etwa 500 Personen weniger als vor einem Jahr (- 0,1%). Der Gesamtumsatz belief sich im Jahr 2009 auf rund 83,3 Milliarden Euro (- 4,1% gegenüber dem Jahr 2008).

Im Dezember 2009 sind die Auftragseingänge preisbereinigt um 6,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 0,1% und im Tiefbau um 13,3% zu. Die Zahl der tätigen Personen lag mit 701 000 um 0,6% über dem Niveau von Dezember 2008. Der Gesamtumsatz war im Dezember 2009 mit 8,0 Milliarden Euro 2,2% niedriger als im Vorjahresmonat.


Januar 2010: Rückgang der Erwerbstätigkeit bleibt moderat




WIESBADEN - Im Januar 2010 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 39,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren 154 000 Personen oder 0,4% weniger als im Januar 2009. Der Rückgang der Erwerbstätigenzahl im Vorjahresvergleich kann somit vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftsschwäche nach wie vor als moderat bezeichnet werden.

Im Vergleich mit dem Vormonat Dezember 2009 sank die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2010 um 543 000 Personen (- 1,3%). Ein Rückgang dieser Größenordnung zwischen Dezember und Januar entspricht dem in der Winterpause üblichen saisonalen Muster. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausblendung üblicher jahreszeitlich bedingter Schwankungen, ergibt sich gegenüber Dezember 2009 sogar ein leichtes Plus von 20 000 Personen (+ 0,0%).

Die Jahresergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse, unter anderem die Zahl der Erwerbslosen nach international vergleichbarem Konzept, können im Internet abgerufen werden. An dieser Stelle stehen auch ausführliche methodische Hinweise zur ILO-Arbeitsmarktstatistik sowie zur Arbeitskräfteerhebung beziehungsweise zum Mikrozensus zur Verfügung.


Vertrauensmarken trotzen der Krise



Markenklassiker bleiben Favoriten der Deutschen – Verbraucher sind zunehmend kritischer, welchen Marken sie ihr Vertrauen schenken – Imageverlust für Google

Stuttgart, 22. Februar 2010. In der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise haben Markenklassiker die besseren Karten beim Werben um das Vertrauen der Verbraucher. Traditionsmarken wie Aspirin, Asbach, Nivea und Miele trotzen der Krise und halten sich an der Spitze in der Gunst der Verbraucher. Dies ist allerdings keine Selbstverständlichkeit, so die aktuelle Studie „European Trusted Brands 2010“, die das Magazin Reader’s Digest jetzt vorgelegt hat. So wurde das Internet-Unternehmen Google auf der Liste der vertrauenswürdigsten Marken nach nur einem Jahr von der Marke T-Online verdrängt, die sich in ihrer Kategorie zum ersten Mal an die Spitze setzen konnte. Das Beispiel der Internet-Unternehmen belegt, dass öffentliche Diskussionen einen großen Einfluss darauf haben, ob die Verbraucher einer Marke vertrauen. Bei Google führte die Diskussion um den Gläsernen Internetnutzer unmittelbar zum Vertrauens­schwund.

 

Mehr denn je achten die Verbraucher genau darauf, ob eine Marke das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigt. Nokia konnte sich im Gegensatz zu Google zwar an der Spitze im Vertrauensranking seiner Produktkategorie halten, leidet aber nach wie vor unter dem Imageverlust, nachdem das Werk in Bochum geschlossen wurde. Der  Vertrauenswert von ehemals 55 Prozent ging nun das zweite Jahr in Folge zurück. Mit einem Wert von 46 Prozent bleibt Nokia dennoch vertrauenswürdigste Marke unter den Mobiltelefon-Herstellern.

 

Der Umweltschutz hat für die Verbraucher in allen Produktkategorien eine größere Bedeutung. Wer sich glaubhaft als „Grüne Marke“ positioniert, kann das Vertrauen der Verbraucher dauerhaft binden. Sparkasse, Aral, Miele, Frosch und Persil haben es erneut geschaft, nicht nur die vertrauenswürdigsten Marken ihrer Produktkategorie zu werden, sondern zugleich den besten Ruf für ihr ökologisches Engagement zu genießen.

 

Zum zehnten Mal hat das meistgelesene Magazin Europas in 16 europäischen Ländern ermittelt, welche Marken in den Augen der Verbraucher besonders vertrauenswürdig sind.  Mehr als 32.000 Menschen, davon rund 9.000 in Deutschland, haben an der Befragung der Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2010“ teilgenommen.

 

In den 33 erhobenen Produktkategorien von A wie Automobile bis Z wie Zahnpasta / Mundpflege setzten sich in Deutschland vor allem Markenklassiker erneut an die Spitze, darunter Volkswagen, Persil, Schwarzkopf, Aspirin, Wick, Frosch, Rotkäppchen Sekt, Asbach, Miele, TUI, Sparkasse, Allianz, Aral sowie Nivea und Haribo. Neu im Club der Markengewinner ist neben T-Online (Internetunternehmen) Coca-Cola (Erfrischungsgetränke). Außerdem eroberten Abtei (Vitamine) und Tchibo (Kaffee/Tee) ihre Spitzenplätze zurück.

 



Das gibt es nur bei Tchibo

Die Konkurrenz unter den Marken ist größer als häufig angenommen wird. Dazu kommt, dass die Verbraucher heute vielschichtiger denken und gezielter wählen. Allein in Deutschland nannten die Befragten rund 4.400 Marken über alle Produktkategorien hinweg – im Vorjahr waren es noch über 3.700 Marken. „Wenn es einer Marke gelingt, die Aufmerksamkeit und das Vertrauen des Verbrauchers trotz des immer intensiver werdenden Wettbewerbs zu erlangen und zu halten, ist dies eine großartige Leistung“, sagt Werner Neunzig, Geschäftsführer von Reader’s Digest Deutschland, Schweiz, Österreich. „Nur die Verbraucher, die in ihrem Vertrauen bestätigt werden, bleiben einer Marke treu. In der jetzigen wirtschaftlichen Situation sollten die Markenartikler daher Ausdauer beweisen und ihr Augenmerk auf die Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten lenken.“

 

Allerdings verlangt der Konsument auch bei seinen Lieblingsmarken, dass sie sich immer wieder neu erfinden, ohne ihre Identität zu verlieren. „Der Markt belohnt Unternehmen, die gezielt in Markenführung investieren und sich dabei an den Verbraucherbedürfnissen orientieren“, kommentiert Anett Groch, Anzeigendirektorin von Reader’s Digest Deutschland, die Ergebnisse der Studie. „Der wirksamste Schutzschirm für eine Marke ist das Vertrauen der Verbraucher. Für Markenartikler liefert ‚European Trusted Brands’ harte Fakten, um die Effizienz ihrer Kommunikation auf den Prüfstand zu stellen.“

 

Reader’s Digest zeichnet die vertrauenswürdigsten Marken Deutschlands, die in Europas größter Verbraucherstudie ermittelt wurden, mit dem Pegasus Award für höchstes Konsumentenvertrauen aus. Die Preisverleihung ist für Anfang September 2010 in Düsseldorf vorgesehen.

  

Hohes Ansehen deutscher Marken auch in den Nachbarländern

Unter Deutschlands vertrauenswürdigsten Marken ragt Nivea besonders heraus. Zum sechsten Mal in Folge erlangte der Markenklassiker von Beiersdorf, Hamburg, in allen 16 europäischen Ländern Platz eins in der Kategorie Hautpflege.

  

Die Kreditkarte Visa kam in 14 Ländern auf Platz eins, ebenso Canon in der Produktkategorie Fotogeräte. Kellogg’s eroberte in zehn Ländern den Spitzenplatz in der Kategorie Frühstückscerealien. Hewlett Packard bzw. HP Compaq schaffte es in sieben Ländern in der Kategorie Computer auf den ersten Platz. Ariel und Nivea (Kosmetik) stehen ebenfalls sieben Mal ganz oben im Vertrauensranking. Miele setzte sich in sechs Ländern an die Spitze.

 

Internationalisierung und Globalisierung sind längst auch in der Welt der Marken Alltag für den Verbraucher. Nur in einigen Kategorien, darunter Automobile, haben starke Marken aus dem Heimatland wie Renault in Frankreich, Skoda in Tschechien oder Volvo in Schweden die Nase vorn. Volkswagen steht neben Deutschland auch in Belgien, Österreich und der Schweiz an der Spitze.

 

Deutsche Marken schaffen es, sich sowohl in ihrem Heimatland als auch in den Nachbarländern an die Spitze zu setzen. So ist Miele nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, in der Schweiz, in Portugal, Belgien und den Niederlanden von den Verbrauchern zur vertrauenswürdigsten Marke ihrer Kategorie gekürt worden. Ähnliches gilt für Nivea in der Kategorie Kosmetik: In Österreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz sowie in Polen, Portugal und Rumänien steht die Pflegemarke auf Platz eins.

 



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Zusatzinformationen:

Ergebnisse Deutschland im Überblick: Die „Most Trusted Brands“ liegen für 20 europaweit vergleichbare Produktbereiche vor sowie für 13 weitere Produktbereiche, die nur in Deutschland untersucht wurden. Hier die vertrauenswürdigsten Marken in Deutschland im Überblick:

 

  • Automobile: Volkswagen
  • Banken: Sparkasse
  • Bekleidung: C&A
  • Benzin: Aral
  • Computer: Fujitsu Siemens
  • Dekorative Kosmetik: Yves Rocher
  • Duftprodukte/Parfum: Yves Rocher
  • Erfrischungsgetränke: Coca-Cola
  • Erkältungsmittel: Wick
  • Fotogeräte: Canon
  • Frühstückscerealien: Kellogg’s
  • Haarpflege: Schwarzkopf
  • Handelsunternehmen: Aldi
  • Haushalts-/Küchengeräte: Miele
  • Haushaltsreiniger: Frosch
  • Hautpflege: Nivea
  • Internetunternehmen: T-Online
  • Kaffee/Tee: Tchibo
  • Kreditkarten: Visa
  • Milchprodukte: Müllermilch
  • Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
  • Mobiltelefone: Nokia
  • Nahrungsmittel: Maggi
  • Reiseveranstalter: TUI
  • Schmerzmittel: Aspirin
  • Schuhe: Rieker
  • Sekt: Rotkäppchen Sekt
  • Spirituosen: Asbach
  • Süßigkeiten: Haribo
  • Versicherungen: Allianz
  • Vitamine: Abtei
  • Waschmittel: Persil
  • Zahnpasta/Mundpflege: Odol


  

Vertrauen in Umweltschutzaktivitäten der Unternehmen

Was denken Sie, welche Marke hat den besten Ruf, was das Thema Umweltschutz betrifft?

Bitte geben Sie für jede Kategorie die Marke an, die zum Thema Umwelt­schutz den besten Ruf hat:

[Basis: 7.919 Befragte in Deutschland]

 

  • Automobile: Toyota
  • Banken: Sparkasse
  • Benzin: Aral
  • Fast Food: McDonalds
  • Fluglinien: Lufthansa
  • Handelsunternehmen: Edeka
  • Haushaltsbatterien: Varta
  • Haushalts-/Küchengeräte: Miele
  • Haushaltsreiniger: Frosch
  • Waschmittel: Persil

 

 Nivea einzige vertrauenswürdigste Marke in 16 europäischen Ländern

 [Basis: 32.163 Befragte in 16 europäischen Ländern]

Zahl Länder

Nivea (Hautpflege)

16

Canon, Nokia, Visa

14

Kellogg’s

10

Ariel, Hewlett Packard bzw. HP Compaq, Nivea (Kosmetik)

7

Miele

6

Nestlé, Dell

4

Aspirin, Avon, Bosch, Centrum, L’Oréal (Haarpflege), Opel, Orange, Pantene, Persil, Toyota, Volkswagen

3

 

  

Über die Studie

Mit der Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2010“ hat das Magazin Reader’s Digest zum zehnten Mal die vertrauenswürdigsten Marken in 16  Ländern Europas ermittelt. Mehr als 32.000 Leser beteiligten sich von September bis Oktober vergangenen Jahres an der Umfrage der meistgelesenen Zeitschrift der Welt, davon rund 9.000 allein in Deutschland. Die gewichtete Datenbasis der repräsentativen Studie umfasst 32.163 Befragte in Europa, davon 7.919 in Deutschland. Damit ist die jährlich durchgeführte Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2010“ die aktuell größte europaweite Verbraucheruntersuchung. Die Ergebnisse finden weit über Fachkreise hinaus Beachtung.

 



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Mehr als 270.000 Menschen – davon 60.000 Verbraucher in Deutschland – haben seit 2001 an der Studie teilgenommen, sich zu den aus ihrer Sicht vertrauenswürdigsten Marken bekannt, sie aber auch kritisch bewertet. Allein in Deutschland standen während dieses Jahrzehnts rund 30.000 Marken auf dem Prüfstand der Verbraucher.

 

 Die Länder, in denen die Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2010“ durchgeführt wurde, sind:

  • Belgien
  • Deutschland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Russland
  • Schweiz
  • Schweden
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn


 

Die Teilnehmer wurden gebeten, in 33 verschiedenen Produktkategorien jeweils eine Marke ungestützt (d. h. ohne Vorgabe) zu nennen, der sie das meiste Vertrauen entgegen bringen. Die Marken wurden dann von den Verbrauchern nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Qualität der Produkte
  • Verhältnis von Preis und Gegenwert
  • Eindeutiges Image
  • Kenntnis der Kundenbedürfnisse

 

 Über Markenvertrauen

Die Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands“ stellt das Markenvertrauen in den Vordergrund und überlässt es allein dem Befragten, welcher Marke er sein Vertrauen ausspricht. Der Fragebogen enthält keine Markenvorgaben, sondern fragt ab, was der Konsument ungestützt im Kopf abruft, wenn er sich für seine vertrauenswürdigste Marke entscheiden soll. Wie stark dabei der Wettbewerb der Marken um die Gunst der Konsumenten ist, zeigt u. a. die Vielzahl der genannten Marken.

 

Bei den Automobilen ist die Zahl der in Deutschland genannten Marken mit 46 überschaubar. Bei Hautpflege dagegen nennen die Konsumenten 236 verschiedene Marken als die für sie persönlich vertrauenswürdigsten, bei Schuhen 298 und bei Bekleidung 355 Marken. Insgesamt wurden in Deutschland in dieser Studie für alle Produktbereiche 4.394 unterschiedliche Marken genannt. Wenn eine Marke unter diesen Bedingungen viele Wählerstimmen auf sich vereinen kann, ist das Verbraucher-Votum „vertrauenswürdigste Marke“ von besonderer Bedeutung.

 

 

Über Reader’s Digest

Das Magazin Reader’s Digest ist mit 3,5 Millionen Abonnenten die meistgelesene Zeitschrift Europas. Das Magazin erscheint mit 19 Ausgaben in 18 europäischen Ländern. In Stuttgart erscheint die deutsche Ausgabe des Magazins Reader’s Digest sowie der zweite Zeitschriftentitel des Verlags, DAHEIM in Deutschland. Außer Zeitschriften gibt Reader’s Digest Bücher, Hörbücher, Musik- und Video- bzw. DVD-Kollektionen heraus. Auf Basis der redaktionellen Kompetenz bietet Reader’s Digest auch Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wellness, Gesundheit, Finanzen, Wein, Schmuck und Wandern an.

stromhoch3

Bevölkerung im Osten Deutschlands wird besonders schnell zurückgehen und altern


WIESBADEN - Der Osten Deutschlands wird bis zum Jahr 2060 in viel stärkerem Maße vom Rückgang und der Alterung der Bevölkerung betroffen sein als der Westen: In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) werden 2060 rund 37% weniger Menschen als im Jahr 2008 leben und 36% von ihnen werden 65 Jahre und älter sein. Besonders schnell wird diese Entwicklung in den kommenden zwei Jahrzehnten voranschreiten: Bereits um 2030 wird die Bevölkerungszahl in den neuen Ländern um 15% niedriger sein als heute und jeder dritte Einwohner wird 65 Jahre oder älter sein. Dies zeigt eine der beiden Varianten der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung nach Ländern, die das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt in Ergänzung der am 18. November 2009 veröffentlichten Bundesergebnisse vorgelegt hat. Die zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung liefert vergleichbare Ergebnisse für alle Bundesländer.

Die rapide Alterung wirkt sich in den neuen Ländern nicht nur in der schnell ansteigenden Zahl der Älteren aus, sondern auch im Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials. Die Zahl der Menschen im Erwerbsalter (von 20 bis unter 65 Jahren) wird von 8,0 Millionen (Stand 2008) auf 5,6 Millionen im Jahr 2030 (- 30%) und dann auf 4,0 Millionen im Jahr 2060 (- 50%) zurückgehen. Dementsprechend wird der so genannte Altenquotient - er zeigt wie viele Senioren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (hier von 20 bis unter 65 Jahren) entfallen - von heute 37 bis zum Jahr 2030 auf 68 steigen. Seinen höchsten Wert wird der Altenquotient dann im Jahr 2055 mit 82 erreichen und anschließend bis 2060 leicht auf 74 sinken. Zu diesem Rückgang kommt es, weil dann die geburtenschwachen Jahrgänge aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre das Alter 65 erreichen.

Die Bevölkerung in den westlichen Flächenländern wird dagegen bis zum Jahr 2030 um lediglich 4% und bis zum Jahr 2060 um 19% im Vergleich zum Jahr 2008 zurückgehen. Die Einwohnerzahl in den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin bleibt bis 2030 fast stabil und nimmt dann bis 2060 um 12% ab. Auch in den westlichen Flächenländern und Stadtstaaten wird im Jahr 2060 jeder dritte Einwohner 65 Jahre oder älter sein. Die Alterung und der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials werden hier jedoch deutlich langsamer verlaufen als in den neuen Ländern. Der Altenquotient wird in den Flächenländern im Westen Deutschlands und in den Stadtstaaten bis 2060 ansteigen, aber auch dann noch niedriger sein als in den neuen Ländern.

Die hier dargestellten Ergebnisse entsprechen der Variante zur unteren Grenze der “mittleren” Bevölkerung. Ihr liegen folgende Annahmen zugrunde: eine annähernd konstante zusammengefasste Geburtenziffer von 1,4 Kindern je Frau, eine Zunahme der Lebenserwartung bei Jungen um etwa acht und bei Mädchen um rund sieben Jahre bis 2060 und ein Anstieg des jährlichen Außenwanderungssaldos für Deutschland insgesamt bis zum Jahr 2014 auf 100 000 Personen und anschließende Konstanz bis zum Jahr 2060.

Zur Binnenwanderung wird angenommen, dass der Anteil der Bevölkerung, der in ein anderes Bundesland fortzieht, bis zum Jahr 2020 konstant bleibt und den durchschnittlichen altersspezifischen Fortzugsraten der Jahre 2005 bis 2007 entspricht. Die Zuzüge eines Bundeslandes ergeben sich als Summe der Fortzüge der übrigen 15 Länder in dieses Land. Der Wanderungsverlust der neuen an die alten Länder wird aufgrund der rückläufigen Bevölkerungszahl von aktuell etwa 48 000 auf etwa 14 000 bis zum Jahr 2020 sinken. Zwischen den Jahren 2020 und 2030 nimmt im angewendeten Modell die Intensität der Binnenwanderung ab. Ab dem Jahr 2030 werden keine Binnenwanderungen mehr angesetzt.

Die zweite Variante der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für die Länder unterscheidet sich von der ersten nur durch die Annahme eines höheren Außenwanderungssaldos von 200 000 Personen jährlich ab 2020. Sie entspricht der oberen Grenze der “mittleren” Bevölkerung der Berechnung für Deutschland insgesamt. Zusammen markieren die beiden Varianten die Grenzen eines Korridors, in dem sich die Veränderungen bei Fortsetzung der aktuellen demografischen Entwicklung vollziehen dürften.