Archive für Mai 2010
Bundesregierung konterkartiert Ausbauziele für Erneuerbare Wärme / BEE: “Klimaschutz selbst in die Hand nehmen”
4.5.2010 von Andreas.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert die Entscheidung des Finanzministeriums scharf, an der Haushaltssperre für Fördermittel zur Nutzung regenerativer Heizungstechnik endgültig festzuhalten. Diese Entscheidung geht aus einer aktuellen Stellungnahme des Umweltministeriums hervor. Damit ist das Marktanreizprogramm, aus dem bisher die Anschaffung von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen gefördert wurde, ab sofort gestoppt.
“Mit der endgültigen Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm wird das einzige funktionierende Instrument für den Umbau des Wärmebereichs lahmgelegt. Nachdem die letzte Regierung bereits die Biokraftstoffbranche in Deutschland vor die Wand gefahren hat, macht sich die jetzige daran, die regenerative Heizungsindustrie abzuwürgen”, erklärt BEE-Präsident Dietmar Schütz.
Obwohl sich die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag auf das Ziel festgelegt habe, die Erneuerbaren Energien konsequent auszubauen, fühle sich das Finanzressort dieser gemeinsamen Aufgabe offenbar nicht weiter verpflichtet. Die zugesagten Klimaschutzanstrengungen würden damit nach dem Scheitern der internationalen Verhandlungen auch auf nationaler Ebene immer ungewisser.
Schütz: “Angesichts der mangelnden Verlässlichkeit politischer Zusagen müssen die Verbraucher den Klimaschutz selbst in die Hand nehmen und durch den Einbau regenerativer Heizungstechnik auch ohne politische Unterstützung den Umbau unserer Energieversorgung vorantreiben. Immerhin werden sie dafür auf lange Sicht durch kalkulierbare Heizkosten und eine gute Umweltbilanz belohnt.”
Aus Sicht des BEE wird trotz privaten Engagements aber nicht zu verhindern sein, dass sich überfällige Fortschritte im Wärmesektor durch die aktuelle Kürzungsentscheidung weiter verzögern. “Dies ist angesichts des noch relativ geringen Anteils Erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung absolut unverantwortlich”, unterstreicht Schütz.
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Kindertagesbetreuung 2013: Modellrechnung zum Ausbaubedarf in den Ländern
3.5.2010 von Andreas.
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WIESBADEN - In Westdeutschland besteht bis zum Jahr 2013 ein zusätzlicher Betreuungsbedarf für rund 320 000 Kinder unter drei Jahren. Dies geht aus einer neuen Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für die einzelnen Bundesländer hervor. Die Modellrechnung beruht auf den Ergebnissen der Statistik zur Kindertagesbetreuung 2009 und den Ergebnissen der mit den Statistischen Landesämtern koordinierten 12. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.
Auf dem Krippengipfel von Bund, Ländern und Kommunen im Jahr 2007 wurde vereinbart, bis zum Jahr 2013 bundesweit für 35% der Kinder unter drei Jahren ein Angebot zur Kindertagesbetreuung zu schaffen. Das zum 16. Dezember 2008 in Kraft getretene Kinderförderungsgesetz (KiföG), das die maßgeblichen Bestimmungen des Sozialgesetzbuches VIII ändert, sieht ab dem Kindergartenjahr 2013/2014 zudem einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres vor.
Nach den Ergebnissen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechung (Variante 1-W1 - Untergrenze der “mittleren” Bevölkerung) werden zum Jahresende 2012 insgesamt knapp zwei Millionen Kinder unter drei Jahren in Deutschland leben, davon 1,6 Millionen in Westdeutschland (ohne Berlin) und 282 000 in Ostdeutschland (ohne Berlin).
Geht man davon aus, dass die anvisierte Betreuungsquote von mindestens 35% im Jahr 2013 auch in jedem einzelnen Bundesland erreicht werden soll, werden in Westdeutschland insgesamt rund 559 000 Betreuungsplätze benötigt. Am 1. März 2009 waren in den westdeutschen Bundesländern rund 238 000 Kinder unter drei Jahren in Kindertagesbetreuung. In den kommenden Jahren müssen somit insgesamt rund 320 000 zusätzliche Betreuungsplätze (+ 134% gegenüber 2009) für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Für die ostdeutschen Länder, in denen die Betreuungsquote bereits 2009 über 35% lag, wird für die Kindertagesbetreuungs-Modellrechnung angenommen, dass die Zahl der betreuten Kinder insgesamt auf dem Niveau von 2009 konstant bleibt.
Wenn die Betreuungsquoten in den westdeutschen Bundesländern auf jeweils 35% steigen und die Zahl der betreuten Kinder in den ostdeutschen Bundesländern und in Berlin konstant bleibt, erhöht sich bundesweit die Betreuungsquote bis zum Jahr 2013 insgesamt sogar auf 37,3%. Dies bedeutet, dass infolge der jetzt schon relativ hohen Betreuungsquoten in Ostdeutschland und Berlin das bundesweite Betreuungsziel von 35% auch dann erreicht werden kann, wenn in einigen westdeutschen Ländern das anvisierte Ziel unterschritten wird.
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Warum Schnarchen gefährlich sein kann
2.5.2010 von Andreas.
Magazin Reader’s Digest erklärt in seiner Mai-Ausgabe, warum es wichtig ist, vermeintlich harmlose Signale des Körpers genauer untersuchen zu lassen
Stuttgart, 27. April 2010. Manche Menschen leiden unter Völlegefühl, andere haben schiefe Zähne, wieder andere schnarchen, wundern sich über den plötzlichen Ausfall der Augenbrauen oder haben andere vergleichbare Beschwerden, ohne deshalb gleich einen Arzt aufzusuchen. Manchmal ist es aber durchaus ratsam, nach den Ursachen zu suchen, um möglicherweise schlimmere Krankheiten zu verhindern. Das Magazin Reader’s Digest erklärt in seiner Mai-Ausgabe am Beispiel mehrerer Symptome, warum es wichtig ist, sich rechtzeitig um solche Signale des Körpers zu kümmern.
So kann der Ausfall der Augenbrauen darauf hindeuten, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Die Folge: Der Stoffwechsel wird langsamer und es besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Glaukome und Demenz. Experten raten deshalb zu einem Bluttest beim Arzt.
Ein Arztbesuch wird auch demjenigen empfohlen, der über Magenverstimmungen klagt oder dauerhaft unter einem Blähbauch leidet. Im ersten Fall kann eine Magenspiegelung helfen, um zu klären, ob sich im mittleren Verdauungstrakt krebsartige Veränderungen entwickelt haben. Im zweiten Fall kann bei Frauen eine dauerhafte Vergrößerung des Bauchraumes darauf hindeuten, dass Eierstockkrebs vorliegt – zumal wenn Symptome wie Beckenschmerzen, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und ein Völlegefühl hinzukommen. Wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, liegt die Überlebensrate für die nächsten fünf Jahre bei 85 bis 90 Prozent, in späteren Stadien sinkt sie auf nur noch rund 25 Prozent. Eine Untersuchung der Bauchhöhle auf Zysten, eine Ultraschalluntersuchung sowie ein Bluttest können hier Klärung bringen.
Vorsorge ist auch beim Thema Schnarchen notwendig, weil es ohne Behandlung leicht zu einer Schlafapnoe führen kann. Dabei setzt die Atmung des Betroffenen kurzfristig aus, bis der Schlafende nach Luft schnappt, meist ohne dabei aufzuwachen. Ohne Tiefschlafphasen und infolge des Sauerstoffmangels fühlt er sich ständig erschöpft. Nach Untersuchungen der Britischen Gesellschaft für Schlafapnoe drohen chronischen Schnarchern fünfmal häufiger Krankheiten wie Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes Typ II, Schlaganfall und erhöhtes Cholesterin. Fachleute raten deshalb zum Arztbesuch, zumal sich Schlafapnoe mit Hilfe eines speziellen Beatmungsgeräts bekämpfen lässt. Daneben sollten die Betroffenen aber auch selbst darauf achten, ihr Gewicht zu reduzieren, das Rauchen aufzugeben und weniger Alkohol zu trinken.
Auch ein anderes Signal des Körpers sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Wenn sich gelbe Flecken um die Augen bilden. Dabei kann es sich um Xanthelasmen handeln, die ein Hinweis auf erhöhte Cholesterinwerte sein können. Überschüssiges Cholesterin im Blut lagert sich an den Gefäßinnenwänden ab und kann zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Experten raten auch hier zu einem Bluttest beim Arzt. Sollten die Blutfettwerte erhöht sein, kann eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten helfen. Wer sich an den Xanthelasmen stört, kann sich diese übrigens mit Laser, Skalpell oder Vereisung entfernen lassen.
In seiner Mai-Ausgabe gibt das Magazin Reader’s Digest darüber hinaus Tipps, welche Gefahren lauern, wenn Menschen schiefe Zähne haben oder unter Plattfüßen leiden, warum Frauen ihren Arzt konsultieren sollten, wenn ihr vaginaler Ausfluss auffällig gefärbt ist, und warum man bei einem kurzzeitigen Sehverlust unbedingt zum Augenarzt gehen sollte.
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Nachtarbeit geht im Krisenjahr 2009 deutlich zurück
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Im Jahr 2009 sank die Zahl der Personen, die ständig oder regelmäßig nachts arbeiten, gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai auf Basis von ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2009 mitteilte, lag die Zahl der Nachtarbeiter im Jahr 2009 bei 3,2 Millionen; im Jahr 2008 waren es noch 3,54 Millionen gewesen.
Im Jahr 2009 arbeiteten damit 8,3% der Erwerbstätigen in Deutschland ständig oder regelmäßig nachts, das heißt zwischen 23 und 6 Uhr. Weitere 6,2% der Erwerbstätigen (2,4 Millionen Personen) verzichteten zumindest gelegentlich ganz oder teilweise auf ihre Nachtruhe, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Am stärksten verbreitet ist Nachtarbeit im Produzierenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und im Bereich Verkehr. Besonders betroffen sind beispielsweise Bus- und Zugpersonal, Industriearbeiter, Hotelbedienstete oder Krankenhauspersonal.
Von 1999 bis 2008 war der Anteil der Personen, die nachts arbeiten, von 7,2% auf 9,1% gestiegen und hatte damit den Höchststand seit der Wiedervereinigung erreicht. 2009 folgte dann der deutliche Rückgang auf 8,3%. Dieser Rückgang ist vor allem auf den mit der Wirtschafts- und Finanzkrise einhergehenden Stellenabbau im Produzierenden Gewerbe und den Ausfall von Nachtschichten zurückzuführen.
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Fördersperre für Erneuerbare Wärme gefährdet Anlagenhersteller und Ausbauziele der Bundesregierung
2.5.2010 von Andreas.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) warnte heute gemeinsam mit Unternehmen der regenerativen Heizungswirtschaft auf einer Pressekonferenz in Berlin vor den Folgen der Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm. Der dadurch drohende Förderstopp für Anlagen zur Nutzung von Solar-, Bio-, Erd- und Umweltwärme gefährde Investitionen und Beschäftigte zahlreicher Unternehmen. Außerdem rücke er das Ziel der Bundesregierung in weite Ferne, bis 2020 in Deutschland 14 Prozent des Wärmeverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken.
„Wir brauchen deutlich mehr regenerative Heizungsanlagen, um die Ausbauziele der Bundesregierung im Wärmesektor zu erreichen und so den Anforderungen nachhaltigen Wirtschaftens Rechnung zu tragen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages muss daher in seiner nächsten Sitzung die Haushaltsperre für die Fördermittel unbedingt aufheben“, verlangte BEE-Präsident Dietmar Schütz. Dies sei das Mindeste, was die Regierungsfraktionen für die Planungssicherheit der Unternehmen und für die Motivation privater Investoren tun müssten. „Statt einer Kürzung benötigen wir vielmehr eine Aufstockung der Mittel zur Unterstützung zeitgemäßer Heizungstechnologie. Denn hier liegt ein riesiges Potenzial für Klimaschutz, Verbraucherentlastung und Unternehmensentwicklung“, sagte Schütz.
Aus Sicht der Unternehmen der regenerativen Heizungswirtschaft, die unter dem Dach des BEE von den Fachverbänden Bundesverband Bioenergie, Bundesverband Solarwirtschaft, Bundesverband Geothermie, Bundesverband Wärmepumpe und Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband vertreten werden, ist insbesondere die fehlende Verlässlichkeit der Förderung problematisch. Der Absatz unterliegt durch kurzfristige Förderstopps extremen Schwankungen. Dadurch sind wirtschaftliche Produktions- und Investitionsplanungen nur schwer möglich. „Wenn umrüstungswillige Verbraucher erfahren, dass die Zuschüsse für ihr Vorhaben gestrichen sind, stellen sie ihre Investitionen kurzfristig zurück. In dem Fall müssten wir sogar mit Absatzrückgängen für Pelletheizungen von 20 bis 25 Prozent rechnen“, beschrieb Beate Schmidt, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb der ÖkoFEN Heiztechnik GmbH, die Auswirkungen der geplanten Mittelkürzung.
Auch die Hersteller von Solarkollektoren zur Wärmenutzung befürchten erhebliche Umsatzeinbußen. Bisher besteht nur für Neubauten eine Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien. Bei Sanierungen im Bestand sind häufig finanzielle Anreize ausschlaggebend für die Wahl der Technik. „Viele Kunden entscheiden sich für Solarthermie, weil ihre eigene Investitionsbereitschaft mit einem Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm belohnt wird. Fällt diese Unterstützung nun schon vor Jahresmitte weg, wird sich unsere Auftragslage rapide verschlechtern“, verdeutlichte Stephan Fintelmann, Geschäftsführer der KBB Kollektorbau GmbH, die drohende Misere.
Im Bereich Wärmepumpen würde sich ein frühzeitiger Förderstopp ebenfalls massiv bemerkbar machen. Schon im zweiten Halbjahr 2009 hatte die Nachfrage aufgrund fallender Öl- und Gaspreise nachgelassen. „Jetzt steht uns mit dem Hin und Her in der Förderpolitik der Bundesregierung die nächste Unsicherheit ins Haus. Wärmepumpen sind wie die anderen Technologien auch auf langfristigen Nutzen ausgelegt. Deshalb brauchen wir Verlässlichkeit in der Förderpolitik, um kontinuierliche Unternehmensentwicklung zu betreiben, die am Ende Verbrauchern und Umwelt gleichermaßen zugute kommt“, erklärte Heinz-Werner Schmidt, Geschäftsführer der tecalor GmbH aus der Stiebel Eltron Gruppe.
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Verbraucherpreise im April 2010: Voraussichtlich + 1,0% gegenüber April 2009
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im April 2010 gegenüber April 2009 nach bisher vorliegenden Ergebnissen voraussichtlich um 1,0% erhöhen (März 2010: + 1,1% gegenüber März 2009). Im Vergleich zum Vormonat März 2010 sinkt der Verbraucherpreisindex um 0,1%.
Wie in den Vormonaten wird die Teuerungsrate maßgeblich durch die starken Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen bestimmt. Im Gegensatz dazu wirkt die Gaspreisentwicklung im Vorjahresvergleich inflationsdämpfend.
Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland wird sich im April 2010 gegenüber April 2009 voraussichtlich um 1,0% erhöhen (März 2010: + 1,2% gegenüber März 2009). Im Vergleich zum Vormonat sinkt der Index im April 2010 um 0,1%.
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März 2010: Rückgang der Erwerbstätigkeit schwächt sich ab
2.5.2010 von Andreas.
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WIESBADEN - Im März 2010 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 39,9 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren 138 000 Personen oder 0,3% weniger als im März 2009. Im Januar und Februar 2010 hatte die Zahl der Erwerbstätigen noch jeweils um 0,4% unter dem Vorjahresergebnis gelegen. Damit hat sich im Berichtsmonat März 2010 der Rückgang der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächt.
Im Vergleich mit dem Vormonat Februar 2010 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im März 2010 im Zuge der einsetzenden Frühjahrsbelebung um 114 000 Personen (+ 0,3%). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausblendung üblicher jahreszeitlich bedingter Schwankungen, ergibt sich gegenüber Februar 2010 ein leichtes Plus von 12 000 Personen (+ 0,0%).
Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für den Berichtsmonat März 2010 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit für das zweite Halbjahr 2009 und die Monate Januar und Februar 2010 neu berechnet. Dazu wurden alle jetzt neu vorliegenden erwerbsstatistischen Quellen ausgewertet. Aus der Neuberechnung der Monatsergebnisse resultieren Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr, die nur geringfügig - auf gesamtwirtschaftlicher Ebene um maximal 0,1 Prozentpunkte - vom bisherigen Rechenstand nach oben beziehungsweise nach unten abweichen.
Die Jahresergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse, unter anderem die Zahl der Erwerbslosen nach international vergleichbarem Konzept, können im Internet unter http://www.destatis.de, Pfad: Themen –> Arbeitsmarkt –> ILO-Arbeitsmarktstatistik abgerufen werden. An dieser Stelle stehen auch ausführliche methodische Hinweise zur ILO-Arbeitsmarktstatistik sowie zur Arbeitskräfteerhebung beziehungsweise zum Mikrozensus zur Verfügung.
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Bierabsatz im ersten Quartal 2010 um 1,1% gestiegen
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Der Bierabsatz in Deutschland ist im ersten Quartal 2010 gestiegen: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben in diesem Zeitraum die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager rund 20,9 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,2 Millionen Hektoliter oder 1,1% mehr als im ersten Quartal 2009. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.
Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - machten im ersten Quartal 2010 mit 0,7 Millionen Hektolitern 3,2% des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 wurden 0,6% mehr abgesetzt.
85,5% des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die versteuerte Menge stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 0,2% auf 17,9 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 3,0 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 6,9%). Davon gingen 2,2 Millionen Hektoliter (+ 1,1%) in EU-Länder, 0,8 Millionen Hektoliter (+ 27,3%) in Drittländer und 0,04 Millionen Hektoliter (- 5,2%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.
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Starker Einbruch im kombinierten Verkehr mit Containern 2009
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Angaben mitteilt, wurden in Deutschland im kombinierten Verkehr mit Containern insgesamt fast 165 Millionen Tonnen befördert. Das war gegenüber dem Jahr 2008 ein Rückgang um 20%.Im kombinierten Verkehr übernehmen Eisenbahnen und Schiffe den Ferntransport von Gütern in Containern, Lastkraftwagen dagegen sammeln oder verteilen diese weiter. Der Transport auf Schienen und Wasserwegen ist daher für die Entwicklung des kombinierten Verkehrs von entscheidender Bedeutung.
Der kombinierte Verkehr mit Containern wurde 2009 von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders stark getroffen. Der Rückgang fiel noch höher aus als die bereits erhebliche Abnahme des Gesamtverkehrs mit Eisenbahnen und Schiffen (- 17% auf 780 Millionen Tonnen). Damit sank der Anteil des Containerverkehrs am Gesamtverkehr dieser Verkehrsträger um einen Prozentpunkt auf 21%.
Die stärksten Verluste verbuchte der Containerverkehr über See (- 24%). Hier war der Rückgang höher als die Abnahme des Seeverkehrs insgesamt (- 17%). Im Eisenbahnverkehr entwickelten sich Containerverkehr und Gesamtverkehr mit Rückgängen von 16% parallel. In der Binnenschifffahrt konnte sich der kombinierte Verkehr besser behaupten als der Binnenschiffsverkehr insgesamt: Während der kombinierte Verkehr nur um 8% abnahm, insbesondere aufgrund der Erholung zum Jahresende, sank der Gesamtverkehr um 17%.
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Immer mehr Menschen in immer größeren Städten
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Die weltweite Stadtbevölkerung wird bis 2025 von heute 3,5 Milliarden auf voraussichtlich 4,5 Milliarden wachsen, während die Landbevölkerung lediglich von 3,4 Milliarden auf rund 3,5 Milliarden zunimmt. Dies geht aus den jüngsten Projektionen der Vereinten Nationen (UN) hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der am 1. Mai beginnenden EXPO in Shanghai veröffentlicht. Die EXPO beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema “Better city, better life”.
Für “Megacities” mit über 10 Millionen Einwohnern erwarten die Vereinten Nationen eine besonders starke Zunahme. So soll beispielsweise die Zahl der Einwohner in der EXPO-Stadt Shanghai (1995: 10,2 Millionen; 2010: 16,6 Millionen) in den nächsten 15 Jahren um weitere 3,4 Millionen steigen. Südasiatische Städte wie Delhi in Indien (Wachstum von 2010 bis 2025: + 6,4 Millionen) oder Dhaka in Bangladesch (+ 6,3 Millionen) werden laut Projektion noch schneller wachsen, aber auch Städte wie das kongolesische Kinshasa, dessen Bevölkerung von heute 8,8 Millionen auf voraussichtlich 15 Millionen im Jahr 2025 ansteigt.
Größte Metropole der Welt bleibt das japanische Tokyo (Bevölkerung 1995: 33,6 Millionen, 2010: 36,7 Millionen, 2025: 37,1 Millionen). Zum Vergleich: Die Einwohnerzahl von Deutschlands größter Stadt Berlin liegt beständig bei etwas unter 3,5 Millionen. Das entsprach 1995 noch dem 59. Platz unter den weltweit größten Städten, 2010 Rang 96 und wird 2025 voraussichtlich nur noch für Platz 127 reichen.
Trotz höheren Wachstums ist der Anteil der Stadtbevölkerung in den Schwellen- und Entwicklungsländern oft geringer als in den reicheren Ländern. So liegt dieser Anteil laut UN-Projektion in Deutschland 2010 bei 74%, in China lediglich bei 47%.
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