Archiv der Kategorie Ausbildung
9,3 Milliarden Euro für außeruniversitäre Forschung im Jahr 2008
25.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gaben die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland im Jahr 2008 9,3 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus. Das waren 9,4% mehr als im Jahr 2007. Ein Teil der Ausgabensteigerung ist auf Sondereffekte bei der Max-Planck-Gesellschaft zurückzuführen, deren Haushalt zur Steuerkompensation aufgrund der Neubeurteilung der Unternehmereigenschaft durch die Finanzbehörden erhöht worden war. Ohne die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft betrug die Steigerung 7,4%.
Gut drei Viertel (75,9%) der Ausgaben für außeruniversitäre Forschung wurden allein in den Bereichen Naturwissenschaften (4,6 Milliarden Euro) und Ingenieurwissenschaften (2,5 Milliarden Euro) getätigt. 1,2 Milliarden Euro (12,4%) der Forschungsausgaben entfielen auf die Geistes- und Sozialwissenschaften, 0,6 Milliarden Euro (6,5%) auf die Humanmedizin und 0,5 Milliarden Euro (5,2%) auf die agrarwissenschaftliche Forschung.
Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören neben den Einrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden auch öffentlich geförderte, private Einrichtungen ohne Erwerbszweck. Auf die gemeinsam von Bund und Ländern geförderten privaten Forschungseinrichtungen entfielen im Jahr 2008 mit 7,1 Milliarden Euro gut drei Viertel (75,6%) der gesamten außeruniversitären Forschungsausgaben. Dabei gaben die Helmholtz-Zentren 3,0 Milliarden Euro, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft 1,6 Milliarden Euro, die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft 1,4 Milliarden Euro und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 1,0 Milliarden Euro aus. Auf die Akademien der Wissenschaften entfielen 0,1 Milliarden Euro.
Die Forschungseinrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden hatten mit 0,9 Milliarden Euro einen Anteil von 9,9% an den gesamten Ausgaben der außeruniversitären Einrichtungen für Forschung und Entwicklung. Die sonstigen öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen, einschließlich der wissenschaftlichen Bibliotheken und Museen, gaben 2008 zusammen 1,4 Milliarden Euro (14,5%) für Forschung und Entwicklung aus.
Auf die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die Hochschulen entfielen im Jahr 2008 gut 30% der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland. Nahezu 70% der gesamten Forschungstätigkeiten finden im Unternehmenssektor statt. Insgesamt wurden in den drei Sektoren 2008 nach vorläufigen Berechnungen 66,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dies entspricht einem Anteil von 2,6% am Bruttoinlandsprodukt.
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7,6% weniger neue Ausbildungsverträge im Jahr 2009
25.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2009 rund 561 300 Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen. Das waren 46 300 oder 7,6% weniger als im Jahr 2008. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang der Vertragsabschlüsse in den neuen Ländern (einschließlich Berlin). Dort sank die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 13,0% (- 14 700). Im früheren Bundesgebiet verringerte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um 6,4% (- 31 600). Mögliche Gründe für diesen Rückgang sind das geringere Angebot an Ausbildungsplätzen aufgrund der Wirtschaftskrise, die demografische Entwicklung in der für die duale Ausbildung typischen Altersgruppe in den neuen Ländern sowie eine höhere Studierneigung bei den Schulabsolventen mit Hochschulreife.
Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel, zu dem auch die Ausbildungsberufe von Banken und Versicherungen gehören, wurden im Jahr 2009 9,1% (- 33 300) weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich, sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 6,6% (- 11 100).
Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2009 nach vorläufigen Ergebnissen rund 1,573 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im dualen System. Das waren 2,5% (- 40 600) weniger als im Vorjahr 2008. Auch hier verlief die Entwicklung in den neuen Ländern und im früheren Bundesgebiet unterschiedlich. Während die Zahl der Auszubildenden 2009 im früheren Bundesgebiet um 1,0% (- 12 900) sank, gab es in den neuen Ländern 8,8% (- 27 700) weniger Auszubildende als 2008.
Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
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