Archiv der Kategorie Erdgas

AKW-Laufzeitverlängerung: Bundesregierung treibt Gesellschaft in neuen Fundamentalkonflikt



 

Weiterer dynamischer Ausbau Erneuerbarer Energien und Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke schließen einander aus – Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) auf Basis des soeben von der Bundesregierung verabschiedeten Nationalen Aktionsplans für erneuerbare Energien zeigen: Schon in wenigen Jahren decken regenerative Energien immer häufiger den gesamten nationalen Strombedarf – In diesem Sommer mittägliche Stromeinspeisung aus Photovoltaik von annähernd 10.000 Megawatt

Berlin, 5. August 2010: Angesichts des wochenlangen Hochsommerwetters in Deutschland und der damit verbundenen enorm hohen Einspeisung von Solarstrom in den Mittagsstunden hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) auf unauflösbare Widersprüche in der Energiestrategie der schwarz-gelben Bundesregierung hingewiesen. „Wer einerseits den Eintritt in das regenerative Zeitalter propagiert und andererseits auf verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke setzt, treibt diese Gesellschaft in einen neuen Fundamentalkonflikt“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. Behauptungen der Atomkraftwerksbetreiber und von Teilen des Regierungslagers, wonach sich Atomenergie und Erneuerbare Energien bestens ergänzen, seien nichts als eine interessengeleitete Irreführung der Öffentlichkeit: „In Wirklichkeit geht es bei der künftigen Stromversorgung nicht um ein Sowohl-als-auch, sondern deutlich früher als die meisten Experten angenommen haben, um ein glasklares Entweder-Oder“, so Baake. „Wer heute AKW-Laufzeiten verlängert, wird morgen den Vorrang der Erneuerbaren in Frage stellen, weil das Stromsystem sonst nicht mehr funktioniert.“

Die Analyse der DUH basiert auf aktuellen Prognosen, die in dem am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedeten „Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien“ der schwarz-gelben Bundesregierung enthalten sind. Mit dem Aktionsplan kommt die Regierung einer Aufforderung der EU-Kommission an die Mitgliedstaaten nach, die Ausbauperspektiven und -ziele der Erneuerbaren Energien bis 2020 in ihren jeweiligen Ländern darzustellen. Eine der Kernaussagen für Deutschland lautet: 2020 werden fast 40% des Strombedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt. Die größten Zuwächse sind im Wind- und Solarstromsektor zu erwarten. Eine jahresdurchschnittliche Einspeisung von 40% bedeutet aber auch, dass die Strombereitstellung, je nach Tageszeit und Wetterlage erheblichen Schwankungen unterliegt.



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Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel hat auf Basis der aktuellen Ausbauprognosen der Bundesregierung und der Wetterdaten des Jahres 2009 die voraussichtliche Einspeisung Erneuerbarer Energien in das Stromnetz im Jahr 2020 ermittelt. Ergebnis der Projektion: In zehn Jahren werden die Erneuerbaren Energien den nationalen Strombedarf immer häufiger stundenweise komplett abdecken können. (siehe Hintergrundpapier unter: http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2357). Nach dem geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat der regenerativ erzeugte Strom Vorfahrt in den Netzen, er würde also Atom- und Kohlestrom massiv verdrängen. Jedoch können Atom- und Braunkohlekraftwerke aus technischen Gründen nicht stundenweise erst ab- und dann wieder angefahren werden. Der Druck auf die Politik, den Vorrang der Erneuerbaren zu beschneiden, würde umso stärker, je mehr Atom- und Braunkohlekraftwerke dann noch am Netz wären. Das Ergebnis des Konflikts sei vorhersehbar: „Das Nachsehen hätten die Betreiber von Wind- und Solaranlagen und mittelfristig der Klimaschutz“, so Baake.

„Die Berechnungen auf Basis der Prognosen der Bundesregierung zeigen, dass der klassische Grundlastbereich für konventionelle Kraftwerke schneller zurückgefahren werden muss, als bisher angenommen, um zu einem realistischen und konsistenten Fahrplan in das regenerative Zeitalter zu kommen“, sagte Dr. Carsten Pape aus der Abteilung Energiewirtschaft und Netzbetrieb am Fraunhofer-IWES. In Zukunft seien zur sicheren Deckung der so genannten Residuallast vor allem flexible Gaskraftwerke notwendig, die schnell an- und abgefahren werden können, um die Schwankungen der Erneuerbaren-Einspeisung auszugleichen. In einem sehr sonnenreichen Sommer wie dem des Jahres 2010 verschärfe sich das Problem zusätzlich. Im vergangenen Juli seien um die Mittagszeit vermutlich schon um die 10.000 MW Solarstrom ins deutsche Stromnetz eingespeist worden. Bei vergleichbarer Wetterlage im Jahr 2020 könnte sich die Einspeisung nach den aktuellen Prognosen der Bundesregierung fast vervierfachen. Hinzu kämen dann erhebliche Erneuerbare-Energien-Beiträge aus Wasserkraft, Bioenergie und je nach Wetterlage aus Wind.

Baake erläuterte, dass unter dieser Perspektive der beschleunigte Abbau unflexibler
Atomkraftwerkskapazitäten und der Verzicht auf neue Kohlekraftwerke das Gebot der Stunde für alle seien, die die Energiewende in das regenerative Zeitalter ernsthaft vorantreiben wollen.
„Mit ihrer Absicht, ausgerechnet die nur in engen Grenzen regelbaren Atomkraftwerke länger zu betreiben, setzt die Bundesregierung die Bevölkerung nicht nur einem wachsenden Sicherheitsrisiko aus. Sie verschärft auch mutwillig die Herausforderungen, vor denen wir zweifellos stehen und fährt die Energiewende vor die Wand. Das genau ist, was die Atomkonzerne sich insgeheim wünschen“. Baake erinnerte daran, dass zusätzlich zu den fossil betriebenen Altanlagen seit 1990 Braun- und Steinkohlekraftwerke mit einer Leistung von etwa 27.000 Megawatt grundlegend modernisiert und neu gebaut wurden oder sich noch im Bau befinden. Sie alle seien 2020 noch am Netz.

Baake und Pape forderten, neben der Flexibilisierung des konventionellen Kraftwerkparks die Anstrengungen auf den Um- und Ausbau der Stromnetze, auf neue Formen der Nachfragesteuerung („Smart Grid“), den Ausbau vorhandener und die Entwicklung neuartiger Stromspeicherkapazitäten zu konzentrieren. Nur wenn alle vier „Baustellen“ gleichzeitig angegangen würden, könne der Übergang in das regenerative Zeitalter gelingen. Baake: „Statt die Schlachten von vorgestern noch einmal zu schlagen, sollte sich die Bundesregierung an die Bewältigung der wirklichen Zukunftsaufgaben machen.“

Ohne eine beschleunigte Energiewende könnten die national und international vereinbarten langfristigen Klimaziele nicht erreicht werden. Deutschland würde zudem im Wettbewerb um eine Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts seinen bereits erreichten Vorsprung leichtfertig verspielen.



Jährliche Investitionen durch Erneuerbare Energien verdoppeln sich bis 2020


Erneuerbare werden tragende Säule der deutschen Wirtschaft

Bis 2020 verdoppeln sich die jährlichen Investitionen durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf über 28 Mrd. Euro. Insgesamt investiert die Branche in den nächsten zehn Jahren allein in Deutschland 235 Mrd. Euro in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Erneuerbaren Energien. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Prognos AG, die der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) gemeinsam mit der Agentur für Erneuerbare Energien und der Deutschen Messe AG in Auftrag gegeben hat. Grundlage für die Berechnungen von Prognos sind die Ausbauprognosen der Branche für die Erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr bis 2020.

„Mit den anstehenden Milliardeninvestitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien erhöhen sich Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland, ohne dabei das Klima zu belasten und Ressourcen zu verschwenden. Voraussetzung für diese positive Entwicklung sind allerdings stabile politische Rahmenbedingungen wie sie im Stromsektor beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz bietet“, erklärt BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann. Auch in den Sektoren Wärme und Verkehr müsse die verlässliche Förderung der Erneuerbaren Energieträger sowie deren umfassende Integration in die Energieversorgung nun zügig vorangebracht werden.

Jens Hobohm, Leiter Energiewirtschaft bei der Prognos AG: „Die Ergebnisse unserer Berechnungen zeigen, dass Erneuerbare Energien in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Bedeutung für den Standort Deutschland haben können, wenn die Ausbauprognosen der Branche eintreten.“

Die Investitionen durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien liegen schon heute über denen der konventionellen Strom- und Gasversorger, die nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft 2009 rund 12,4 Mrd. Euro betrugen. Bis 2020 werden die Erneuerbaren Energien auch in Sachen Beschäftigung mit voraussichtlich mindestens 500.000 Arbeitsplätzen andere Schlüsselindustrien wie beispielsweise die Chemiebranche deutlich übertreffen.

Die wachsende Bedeutung der Erneuerbaren Energien für den Hochtechnologiestandort Deutschland zeigt sich auch auf der weltgrößten Industriemesse, der HANNOVER MESSE. Oliver Frese, Projektleiter Energy bei der Deutschen Messe AG: „Die HANNOVER MESSE ist nicht nur das weltweit wichtigste Technologieereignis, sie ist auch ein Spiegelbild von Märkten. Der rasant wachsende Anteil der Erneuerbaren Energien an der Energieversorgung macht der Ausstellungs­bereich „Renewables“ in Halle 27 auf der HANNOVER MESSE sichtbar, transparent und erlebbar. Die Erneuerbaren Energien sind Teil der Industrie und sie geben ihnen gewaltige Impulse. In so beeindruckender Form werden sie sich auf der HANNOVER MESSE 2010 und in Zukunft weiter wachsend präsentieren“.

Die Ergebnisse des Kurzgutachtens „Investitionen durch den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland“ können Sie hier downloaden.

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Erneuerbarer Wärme droht Markteinbruch


Haushaltssperre für Marktanreizprogramm muss sofort aufgehoben werden

Die Erneuerbare-Energien-Branche warnt vor einem Markteinbruch für Erneuerbare Wärme. Sollte der Bundestag nicht in Kürze die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm aufheben, droht ein Förderstopp für regenerative Heizungstechnologien auf der Basis von Solar-, Bio-, Erd- und Umweltwärme. „Das Marktanreizprogramm ist derzeit das zentrale Ausbauinstrument für Erneuerbare Energien im Wärmemarkt. Dass nun bereits im Frühjahr das Ende der Förderung droht, ist ein Armutszeugnis für die deutsche Energie- und Klimapolitik“, kritisiert Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).

Der Haushaltsausschuss des Bundestages müsse nun dringend die hierfür verantwortliche Haushaltssperre aufheben. Ansonsten drohe ein Markteinbruch für Erneuerbare Wärme, die in Zeiten der Wirtschaftskrise eine der zentralen Stützen des deutschen Handwerks ist. „Ohne Solarwärme, Pellets sowie Erd- und Umweltwärme ist das Erreichen der deutschen Klimaschutzziele völlig ausgeschlossen“, mahnt Dietmar Schütz. Zudem würden Verbraucher und das Heizungshandwerk massiv verunsichert. Ohne eine kontinuierliche Marktentwicklung in diesem Bereich seien mehrere tausend Arbeitsplätze in der regenerativen Heizungsbranche bedroht.



Der ursprüngliche Ansatz für das MAP im Entwurf des Bundeshaushaltes in Höhe von 468 Millionen Euro war zunächst um 19,5 Millionen Euro gekürzt worden. Zudem hat der Bundestag eine Haushaltssperre in Höhe von 115 Millionen Euro verhängt. Aufgrund des Übertrags bereits bewilligter Anträge aus dem Vorjahr und notwendigen Mitteln für bereits im Jahr 2010 gestellte Anträge droht in wenigen Wochen ein Förderstopp. „Die Haushaltssperre muss aufgehoben werden, ansonsten werden Investitionen in Milliardenhöhe, Innovation in den deutschen Heizungskellern und der Klimaschutz gefährdet“, fordert Dietmar Schütz. Jeder Euro Fördermittel habe in der Vergangenheit Investitionen in Höhe von acht Euro ausgelöst. Allein die daraus generierten Mehrwertsteuereinnahmen sind fast doppelt so hoch wie die Ausgaben für das Marktanreizprogramm. Noch Anfang März hatte das Bundesumweltministerium in einer Presseerklärung auf die Effektivität des MAP hingewiesen.

„Die unsichere Ausstattung des Marktanreizprogramms zeigt einmal mehr die Notwendigkeit, ein haushaltsunabhängiges Ausbauinstrument für die Erneuerbare Wärme zu entwickeln“, so Schütz weiter. Der BEE wird sich mit seinen Mitgliedern aus dem Wärmebereich wie dem Bundesverband Bioenergie, dem Bundesverband Solarwirtschaft, Bundesverband Geothermie, Bundesverband Wärmepumpe und dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband in die notwendige Instrumentendebatte einbringen. Nun gelte es im ersten Schritt jedoch, einen Markteinbruch zu verhindern. Eine stetige Mittelausstattung des MAP sei noch im Januar Konsens im Haushaltsausschuss gewesen und müsse nun schnell gewährleistet werden.


Rohölimporte im Jahr 2009 sinken auf Wert von 30,9 Milliarden Euro

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WIESBADEN -Im Jahr 2009 haben sich die Rohöl-Einfuhren nach Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sowohl vom Wert als auch von der Menge her verringert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 2009 nach vorläufigen Daten 97,6 Millionen Tonnen Rohöl im Wert von 30,9 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Gegenüber dem Jahr 2008 bedeutete das einen wertmäßigen Rückgang um 42,0% und einen mengenmäßigen Rückgang um 7,5%.

Im Jahr 2009 kostete eine Tonne Rohöl im Durchschnitt 317 Euro. Im Vorjahr mussten für eine Tonne Rohöl noch 506 Euro gezahlt werden. Damit lag im Jahr 2009 der Durchschnittswert je Tonne Rohöl so niedrig wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr (damals 307 Euro je Tonne).


60% aller deutschen Rohölimporte kamen aus den drei wichtigsten Lieferländern. Mit weitem Abstand auf Rang 1 der für Deutschland wichtigsten Rohöllieferanten lag im Jahr 2009 die Russische Föderation mit einem Anteil von 36,1% an allen deutschen Erdölimporten
(35,3 Millionen Tonnen im Wert von 10,7 Milliarden Euro). Die Ränge 2 und 3 nahmen Norwegen mit einem Anteil von 13,6% (13,3 Millionen Tonnen im Wert von 4,2 Milliarden Euro) und das Vereinigte Königreich mit einem Anteil von 10,7% ein (10,4 Millionen Tonnen im Wert von 3,7 Milliarden Euro).

Während die Rohölimporte aus Norwegen und dem Vereinigten Königreich sowohl mengen- als auch wertmäßig Rückgänge verzeichneten, nahm die Menge des aus Russland importierten Rohöls leicht zu (+ 3,8%). Wertmäßig gingen die Importe von Rohöl aus Russland um 34,1% zurück. Die norwegischen Rohölimporte sanken mengenmäßig um 9,7%, wertmäßig um 44,8%. Rohölimporte aus dem Vereinigten Königreich sanken mengenmäßig um 30,8%, wertmäßig um 52,8%.

Eine Übersicht der monatlichen Importe von Rohöl für die Jahre 2008 und 2009 findet sich im Internet (www.destatis.de) unter dem Punkt “weitere Themen” –> “Außenhandel” –> “Handelswaren”.


Deutsche Energiebranche blickt über den Atlantik



Deutsch-Amerikanische Energietage präsentieren US-Märkte für Erneuerbare und Energieeffizienz

Berlin, 22. März 2010. Deutsche Unternehmen haben auf dem lukrativen US-Markt für erneuerbare Energien und Energieeffizienz eine gute Ausgangsposition. Deshalb informieren die heute in Berlin eröffneten „2. Deutsch-Amerikanischen Energietage“ über aktuelle Trends und Fördermöglichkeiten auf dem US-Energiemarkt und die daraus entstehenden Chancen für deutsche Unternehmen. Veranstalter sind die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die Deutsch-Amerikanischen Handelskammern (AHK USA).

„Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind Schlüsselindustrien für das 21. Jahrhundert“, sagte dena-Geschäftsführer Andreas Jung. „Deutsche Unternehmen haben auf diesen Feldern viel zu bieten. Deshalb können sie sich auf dem US-Energiemarkt gute Chancen ausrechnen. Auch die US-Regierung setzt mittlerweile gezielt auf Clean Technologies.“

Simone Pohl, Geschäftsführerin der AHK USA-Chicago, betonte, dass die transatlantische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA im Energiesektor für beide Seiten großes Potenzial hat. Das unterstreicht eine Umfrage, die die AHK USA in Kooperation mit Roland Berger Strategy Consultants unter rund 300 deutschen und amerikanischen Unternehmen in den USA durchgeführt haben. Demnach sind fast 40 Prozent der befragten US-Unternehmen in den Sektoren erneuerbare Energien und Energieeffizienz an Kooperationen mit deutschen Partnern interessiert. „Diese Chancen müssen jetzt gezielt genutzt werden. Die Deutsch-Amerikanischen Energietage sind dafür eine ideale Plattform.“

Eröffnet wurde die Konferenz von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen sprach zu Beginn des Abendempfangs. Zu den Rednern gehörten unter anderem Philip D. Murphy, Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, Dr. Peter Ammon, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Richard L. Morningstar, Sonderbeauftragter von U.S. Präsident Barack Obama für Energiefragen in Europa und Asien im U.S. Department of State und Scott Gregory Minos, Senior Policy & Communications Specialist im U.S. Department of Energy. Insgesamt nehmen rund 400 Experten aus Politik und Wirtschaft an der zweitägigen Konferenz teil.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist Förderer der „2. Deutsch-Amerikanischen Energietage“. Premiumsponsor ist die Solar Millennium AG. Unterstützt wird die Konferenz zudem vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), vom Auswärtigen Amt mit der Transatlantischen Klimabrücke, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und Germany Trade and Invest. Medienpartner ist der Verlag Energie & Management. Die Konferenz wird in Kooperation mit „atmosfair“ klimaneutral durchgeführt.

Weitere Informationen zu den 2. Deutsch-Amerikanischen Energietagen: www.dae-konferenz.de.



Photovoltaik Solaranlagen günstig

Deutschland braucht Stromspeicher



dena-Gutachten: Pumpspeicher wichtig für Integration von Wind- und Sonnenstrom

Berlin, 8. März 2010. Für die Integration der erneuerbaren Energien in Deutschland muss die Stromspeicherkapazität erhöht werden. Stromspeicher haben eine große energiewirtschaftliche Bedeutung, weil sie Strom aus schwankenden Quellen wie Wind- und Sonnenkraft ins Netz integrieren und die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland erhöhen. Deshalb befürwortet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) den geplanten Bau eines neuen Pumpspeicherwerks im Südschwarzwald. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die dena im Auftrag der für den Bau verantwortlichen Schluchseewerk AG erstellt hat.

„Deutschland braucht Stromspeicher“, betonte der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung Stephan Kohler. „Wind- und Solaranlagen richten sich nicht danach, wann Strom genutzt wird, sondern wann der Wind weht oder die Sonne scheint. Pumpspeicherwerke sind auf absehbare Zeit die flexibelste, effizienteste und wirtschaftlichste Speicherlösung. Sie machen die Stromversorgung sicherer, günstiger und klimaschonender. Gleichzeitig muss die Entwicklung von Druckluft-, Wasserstoff- und Batteriespeichern vorangetrieben werden.“

Das dena-Gutachten untersucht die Bedeutung von Pumpspeichern und anderer Stromspeicher für die Integration der erneuerbaren Energien in die Stromversorgung. Am Beispiel des geplanten Pumpspeicherwerks Atdorf werden die Vorteile konkret berechnet. Mit einer Leistung von 1.400 Megawatt kann Atdorf zwischen 2020 und 2030 insgesamt bis zu 3,7 Milliarden Kilowattstunden an zeitweise überschüssigem Strom zusätzlich nutzbar machen. Das entspricht etwa acht Prozent der Strommenge, die alle Wind- und Solaranlagen in Deutschland im Jahr 2009 erzeugt haben. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Stromerzeugung kann Atdorf um über 20 Millionen Euro pro Jahr reduzieren, indem es Strom ins Netz einspeist, wenn er knapp ist. Hinzu kommen CO2-Einsparungen, wenn das Pumpspeicherwerk die Erzeugung in fossilen Kraftwerken ersetzt.

Pumpspeicherwerke nutzen überschüssigen Strom, um Wasser in ein höher gelegenes Becken zu pumpen. Bei Bedarf wandeln sie die gespeicherte Energie über eine Turbine wieder in Strom um und speisen diesen ins Netz ein. Da sie sich kurzfristig auf Schwankungen im Netz einstellen lassen, sind sie besonders wertvoll für die Sicherung der Stromversorgung. Den südlichen Standort von Atdorf bewertet die dena als vorteilhaft. Denn aufgrund des Ausbaus der Windkraft im Norden kann es in Zukunft insbesondere bei starkem Wind dazu kommen, dass die Übertragungskapazitäten nicht ausreichen und nicht genügend Strom zu den Lastzentren im Süden gelangt. Ein leistungsstarkes Pumpspeicherwerk im Süden könnte bei solchen Netzengpässen günstig Strom erzeugen und so die Stromversorgung sichern.

Das dena-Gutachten „Analyse der Notwendigkeit des Ausbau von Pumpspeicherwerken und anderen Stromspeichern zur Integration der erneuerbaren Energien“ im Internet: www.dena.de/studien.

Auslandsmärkte für Wind und Biogas erschließen



Zwei neue dena-Exporthandbücher geben Marktübersichten und Einstiegshilfen

Berlin, 10. März 2010. Deutsche Unternehmen der Wind- und Biogasbranche setzen zunehmend auf den Export. Welche Länder die besten Potenziale bieten und worauf beim Einstieg in die verschiedenen Märkte zu achten ist, darüber informieren zwei neue Exporthandbücher der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Für Windkraft werden insgesamt 27 Auslandsmärkte vorgestellt, für Biogas 37. Der Schwerpunkt liegt auf Europa. Hinzu kommen unter anderem Länder wie USA, China, Indien, Brasilien und Australien.

Die Märkte für Windenergie und Biogas haben sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Seit 1995 verdoppeln sich die weltweit installierten Windkapazitäten alle zweieinhalb bis drei Jahre. So betrug die zusätzlich installierte Leistung im Jahr 2007 fast 20 Gigawatt (GW), 2008 rund 27 GW und 2009, trotz Finanzkrise, geschätzte 35 GW. Zum Ausbau der Bioenergie schaffen immer mehr Länder günstige Rahmenbedingungen. In Großbritannien beispielsweise betrug im Jahr 2008 der Anteil der Biomasse gemessen an der Gesamtstromproduktion aus erneuerbaren Energien 43 Prozent. Die im April 2010 in Kraft tretende Einspeisevergütung für Kommunen wird diesen Trend verstärken.

Die Exporthandbücher beginnen jeweils mit einem vergleichenden Überblick über den internationalen Markt, den Stand der Technik und die Finanzierungsmöglichkeiten. In weiteren Kapiteln gehen sie detailliert auf die Bedingungen in den einzelnen Zielmärkten ein: von Energiepolitik und -wirtschaft über Entwicklungstrends und Branchenstrukturen bis zu Markteintrittsstrategien und Projektbeispielen.

Das „Exporthandbuch Windenergie International“ (fünf Bände) und das „Exporthandbuch Biogasmarkt International“ (sieben Bände) erscheinen im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Sie wurden in Kooperation mit der World Wind Energy Association (WWEA) beziehungsweise dem Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) erarbeitet.

Die Exporthandbücher können unter www.exportinitiative.de bestellt werden.

Berliner Akademie schult Ministerien aus über 100 Ländern zu Erneuerbaren Energien



Die Renewables Academy gibt die neuen Bildungsangebote im Rahmen von TREE 2010 bekannt.

Berlin, 10.3.2010 – Zum Auftaktevent für das TREE Projekt (Transfer Renewable Energy & Efficiency) 2010 trafen sich heute bei der RENAC in Berlin diplomatische Vertreter aus den über 100 Ländern, welche in diesem Jahr an den Trainings zu Erneuerbaren Energien  teilnehmen können.

Abteilungsleiter Dr. Urban Rid im  Bundesumweltministerium betonte in der Eröffnungsrede, dass TREE ein exzellentes Beispiel sei, wie die in Deutschland verfügbaren Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Energieeffizienz und Erneuerbare Energien an internationale Teilnehmer weitergegeben und die Netzwerkbildung zwischen Experten und Entscheidungsträgern gefördert werden könne.

Stellvertretend für die TREE Ländervertreter hielt anschließend die philippinische Botschafterin in Deutschland, Frau Delia Domingo Albert, eine Rede, in der sie die Förderung eines  schnelleren Ausbaus einer nachhaltigen Energieversorgung in den Partnerländern durch die TREE Bildungsangebote würdigte.


TREE wird im Rahmen der Internationalen Klimainitiative aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Das Projekt wurde mit dem UN-Dekade Preis für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

TREE setzt den Know-how Transfer um, der zum Aufbau von Rahmenbedingungen und Finanzierungen für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz notwendig ist. Im Rahmen des Projekts werden gezielt internationale Schlüsselakteure aus Ministerien, Finanzierer und Projektentwickler angesprochen und geschult. Ab sofort bis 30. April nimmt die RENAC wieder Bewerbungen um die TREE Seminarstipendien für die technologiespezifischen Bildungsangebote entgegen. Das Angebotsspektrum bei TREE reicht von Präsenzseminaren in Berlin über Schulungen zur Finanzierung und solarthermischen Kraftwerken in ausgewählten Zielländern bis zu Fernstudienlehrgängen und Publikationen. TREE beleuchtet in den Wochentrainings anhand des Lebenszyklus der Erneuerbaren Energien-  und Energieeffizienztechnologien aus rechtlicher, technischer und wirtschaftlicher Sicht.

Kompetenzaufbau ist auch eine der Hauptaufgaben, der von Deutschland initiierten und im Januar 2009 gegründeten IRENA - der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien. Das TREE-Projekt ist ein gutes Beispiel für  konkreten Wissenstransfer und Kompetenzaufbau. Um die Erfahrungen auch für IRENA nutzbar zu machen, können insbesondere  die Entwicklungs- und Schwellenländer teilnehmen, die der IRENA beigetreten sind. Weiterhin richtet sich das Programm an Länder der MENA Region und den Ländern der ersten Projektphase von TREE.

Gaspreise ziehen 2010 wieder an

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Neuburg a. d. K., 25. Februar 2010 – Nach einem starken Rückgang der Erdgaspreise im vergangenen Jahr müssen sich die Ergasverbraucher in Deutschland wieder auf steigende Preise für die Erdgasversorgung einstellen. Bereits zum Jahresbeginn im Januar und Februar erhöhten rund 90 Erdgasversorgungsunternehmen die Preise. Dies deutete bereits auf eine allgemeine Trendwende bei den Erdgaspreisen hin. In den nächsten zwei Monaten werden weitere rund 40 Erdgasversorger Preiserhöhungen  von durchschnittlich 6,8 Prozent angekündigt.

Die niedrigen Erdölpreise und der schwache Dollar führten 2009 zu sinkenden Erdgaspreisen

 “Während des vergangenen Jahres und auch in der aktuellen Heizperiode haben Erdgaskunden von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise profitieren können”, erklärt Energieeinkäufer Andreas Karthan von GSW-Energie Karthan www.karthan.de “Besonders die niedrigen Erdölpreise in der ersten Jahreshälfte 2009 und der schwache Dollar drückten die Erdgaspreise durch die Ölpreisbindung stark nach unten.” Dadurch fiel der Erdgaspreis für letzt Verbraucher bei den rund 750 regionalen Gasgrundversorgern zu Jahresende 2009 um durchschnittlich 23 Prozent in den günstigen Wahltarifen der Erdgasgrundversorger.

Die Erholung des Ölpreises auf rund 80 US-Dollar wirkt aktuell als Preis treibend bei den Ergaspreisen 

“Seit Beginn des Jahres 2010 lässt sich allerdings ein moderates Ansteigen der Erdgaspreise verzeichnen”, so Karthan. “Obwohl große Gasmengen an den internationalen Spotmärkten vorhanden sind und eine Aufweichung der Ölpreisbindung in den langfristigen Lieferverträgen zwischen E.ON Ruhrgas und Gazprom bleibt das Preisniveau bei Öl und Heizöl vorerst der dominierende Faktor bei der Erdgaspreisbildung.”

Daher bekommen viele Erdgasverbraucher jetzt die Verdopplung des Erdölpreises seit dem letzten Sommer zu spüren. Mit Blick auf die angekündigten Preiserhöhungen in den ersten Monaten des Jahres 2010 muss eine vierköpfige Familie bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Erdgas mit Mehrkosten von durchschnittlich 85 Euro, in der Spitze sogar von 167 Euro rechnen. Betroffen sind fast alle Regionen in Deutschland. Erfreulich für viele Erdgaskunden: Bei den 4 größten deutschen Erdgasversorgern, E.ON, RWE, EnBW und der Berliner GasAG, sind die Preise seit Sommer bzw. Herbst 2009 stabil und Preiserhöhungen derzeit nicht angekündigt. Zudem wird das Erdgas entgegen dem Trend ab März und April bei acht Versorgern um durchschnittlich 8 Prozent günstiger, beispielsweise in Kaiserslautern und Hannover.

 “Auch über die ersten Monate des Jahres 2010 hinaus wird es im weiteren Verlauf des Jahres zu steigenden Erdgaspreisen kommen. Je nach Einkaufsstrategie und -möglichkeiten und dem nötigen glücklichen Händchen wird es immer wieder Erdgasversorger geben, die günstige Einkaufspreise an ihre Kunden weitergeben können”, deutet Karthan an.

Auf Grund der unterschiedlichen Preisentwicklungen sollten Erdgasverbraucher daher die Möglichkeiten der liberalisierten Energiemärkte nutzen und durch Anbietervergleiche und -wechsel den Erdgasversorgen zeigen, dass sie mündige Verbraucher sind. In vielen Orten sind die alternativen Erdgasanbieter mehrere Hundert Euro günstiger als der lokale Erdgasgrundversorger. “Mit Preisgarantien von 12 oder 24 Monaten können sich Haushalte und Mittelständische Unternehmen die derzeitig sehr günstigen Erdgaspreise für die kommende Heizperiode sichern”, sagt Karthan. 

Als unabhängiger Dienstleister im Bereich Energieeinkauf hilft GSW-Energie Karthan vor allem Mittelständischen Unternehmen bei der Beschaffung von Erdgas und Strom. entlastet dadurch den im eigenen Haus angesiedelten Einkauf. Gerne hilft GSW-Energie Karthan auch privaten Erdgasverbrauchern beim Wechsel des Erdgas- oder Stromversorgers. Selbstverständlich kann sich heute auch jeder Verbraucher im Internet selbst den günstigsten Erdgas- oder Stromanbieter suchen. Hierbei ist in jedem Fall auf die Vertragsgestaltung, Kündigungsfristen und die Regeln für eventuelle Wechselprämien zu achten. GSW-Energie Karthan bietet auf seinen Internetseiten www.karthan.de ebenfalls einen Vergleichsrechner an. Wer sich nicht durch den Wust an Verträgen arbeiten will, der füllt einfach eines der Anfrage Formulare auf der Internetseite von GSW-Energie Karthan aus (www.karthan.de). Dann kümmert sich GSW-Energie Karthan um die Angebotserstellung und die Vergleiche.

 

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