Archiv der Kategorie Kultur
Wanderungen 2009: wieder mehr Personen nach Deutschland gezogen
18.8.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im Jahr 2009 nach vorläufigen Ergebnissen 721 000 Personen nach Deutschland zugezogen. Dies waren 39 000 Zuzüge mehr als 2008 (+ 6%). Über 700 000 Zuzüge waren zuletzt im Jahr 2005 verzeichnet worden. Zum Vergleich: Anfang des Jahrtausends wanderten jährlich deutlich über 800 000 Personen nach Deutschland zu.Hauptherkunftsländer der Zuwanderer waren im Jahr 2009 Polen (123 000), Rumänien (56 000), die USA (30 000), die Türkei (30 000) und Bulgarien (29 000). Die Zuwandernden ließen sich vor allem in Nordrhein-Westfalen (146 000), Baden-Württemberg (122 000) und Bayern
(122 000) nieder.Von den 721 000 Zugezogenen waren 606 000 ausländische Personen, das waren 32 000 (6%) mehr als im Vorjahr. Über die Hälfte davon
(58%) kam aus der EU. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen ist mit rund 115 000 gegenüber dem Vorjahr um 6 000 beziehungsweise um 6% angestiegen. Diese Zahl enthält die Zuzüge von Spätaussiedlern (rund 3 000 ohne ausländische mitreisende Familienangehörige) und von weiteren Deutschen, die zum Beispiel aus dem Ausland zurückkehrten.Für 2009 wurden 734 000 Fortzüge aus Deutschland verzeichnet, dies waren 4 000 Fortzüge weniger als 2008. Die Zahl der ermittelten Fortzüge lag sowohl 2008 als auch 2009 von der Größenordnung her um circa 100 000 über dem Niveau der Vorjahre. Dabei sind Sondereffekte zu berücksichtigen: wegen der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer für jeden Bürger werden seit
2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen in den Melderegistern führen. Diese Abmeldungen werden den Statistischen Ämtern gemeldet und fließen zum großen Teil in die Berechnung der Fortzüge. In welchem Umfang die höheren Fortzugszahlen 2008 und 2009 auf die Bereinigungen zurückzuführen sind, kann jedoch nicht quantifiziert werden.Die Hauptzielländer der Auswanderer waren im Jahr 2009 Polen (123 000), Rumänien (44 000), die Türkei (40 000), die USA (36 000) und die Schweiz (30 000).
Die Zahl der Fortzüge entwickelte sich unterschiedlich für ausländische Personen (+ 16 000 auf 579 000) und für deutsche Personen (- 20 000 auf 155 000). Ins Ausland zog es dabei vor allem Deutsche aus dem früheren Bundesgebiet und Berlin (140 000); dagegen haben nur 15 000 Deutsche die neuen Länder in Richtung Ausland verlassen.Aus den Abwanderungszahlen lassen sich keine Aussagen zu den Hintergründen der Fortzüge ableiten. So ist keine Differenzierung möglich, ob der Fortzug einer Person eine Auswanderung auf Dauer oder nur eine befristete Ausreise ist. Es kann auch nicht unterschieden werden, ob es sich um Spätaussiedler, Eingebürgerte oder Deutsche ohne Migrationshintergrund handelt.
Aus der Bilanzierung der Zu- und Fortzüge ergibt sich für 2009 ein Wanderungsdefizit von 13 000 Personen. Vor allem durch die höhere Zuwanderung hat sich das Wanderungsdefizit gegenüber dem Vorjahr um etwa 43 000 Personen verringert. In den Jahren 1985 bis 2007 konnte jeweils ein Wanderungsüberschuss verzeichnet werden.
Der Wanderungssaldo 2009 ergab sich aus einem Wanderungsüberschuss ausländischer Personen von rund 27 000 Personen (2008: 11 000) und einem Abwanderungsverlust deutscher Bürgerinnen und Bürgern von 40 000 (2008: 66 000).
Innerhalb Deutschlands zogen im Jahr 2009 aus den neuen Bundesländern 120 000 Personen in die alten Länder (2008: 137 000), während
88 000 Menschen die umgekehrte Richtung wählten (2008: 86 000). Damit ging die Wanderung von Ost- nach Westdeutschland um 12% zurück, während die West-Ost-Wanderung nur leicht über dem Niveau des Vorjahres lag. Berlin bleibt aufgrund seiner Sonderstellung bei dieser West-Ost-Betrachtung ausgeklammert.
Geschrieben in Kultur, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Bierabsatz im ersten Quartal 2010 um 1,1% gestiegen
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Der Bierabsatz in Deutschland ist im ersten Quartal 2010 gestiegen: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben in diesem Zeitraum die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager rund 20,9 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,2 Millionen Hektoliter oder 1,1% mehr als im ersten Quartal 2009. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.
Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - machten im ersten Quartal 2010 mit 0,7 Millionen Hektolitern 3,2% des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 wurden 0,6% mehr abgesetzt.
85,5% des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die versteuerte Menge stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 0,2% auf 17,9 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 3,0 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 6,9%). Davon gingen 2,2 Millionen Hektoliter (+ 1,1%) in EU-Länder, 0,8 Millionen Hektoliter (+ 27,3%) in Drittländer und 0,04 Millionen Hektoliter (- 5,2%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.
Geschrieben in Freizeit, Kultur, Gesundheit, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Immer mehr Menschen in immer größeren Städten
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Die weltweite Stadtbevölkerung wird bis 2025 von heute 3,5 Milliarden auf voraussichtlich 4,5 Milliarden wachsen, während die Landbevölkerung lediglich von 3,4 Milliarden auf rund 3,5 Milliarden zunimmt. Dies geht aus den jüngsten Projektionen der Vereinten Nationen (UN) hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der am 1. Mai beginnenden EXPO in Shanghai veröffentlicht. Die EXPO beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema “Better city, better life”.
Für “Megacities” mit über 10 Millionen Einwohnern erwarten die Vereinten Nationen eine besonders starke Zunahme. So soll beispielsweise die Zahl der Einwohner in der EXPO-Stadt Shanghai (1995: 10,2 Millionen; 2010: 16,6 Millionen) in den nächsten 15 Jahren um weitere 3,4 Millionen steigen. Südasiatische Städte wie Delhi in Indien (Wachstum von 2010 bis 2025: + 6,4 Millionen) oder Dhaka in Bangladesch (+ 6,3 Millionen) werden laut Projektion noch schneller wachsen, aber auch Städte wie das kongolesische Kinshasa, dessen Bevölkerung von heute 8,8 Millionen auf voraussichtlich 15 Millionen im Jahr 2025 ansteigt.
Größte Metropole der Welt bleibt das japanische Tokyo (Bevölkerung 1995: 33,6 Millionen, 2010: 36,7 Millionen, 2025: 37,1 Millionen). Zum Vergleich: Die Einwohnerzahl von Deutschlands größter Stadt Berlin liegt beständig bei etwas unter 3,5 Millionen. Das entsprach 1995 noch dem 59. Platz unter den weltweit größten Städten, 2010 Rang 96 und wird 2025 voraussichtlich nur noch für Platz 127 reichen.
Trotz höheren Wachstums ist der Anteil der Stadtbevölkerung in den Schwellen- und Entwicklungsländern oft geringer als in den reicheren Ländern. So liegt dieser Anteil laut UN-Projektion in Deutschland 2010 bei 74%, in China lediglich bei 47%.
Geschrieben in Freizeit, Kultur, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Hochschulen gaben im Jahr 2008 36 Milliarden Euro aus
2.5.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gaben die deutschen öffentlichen und privaten Hochschulen im Jahr 2008 36,3 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus (2007: 33,5 Milliarden Euro). Das waren 8,6% mehr als im Vorjahr. Dabei gab es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während die Hochschulausgaben in Hessen gegenüber 2008 um 19,0% zunahmen, betrug die Steigerung im Saarland 3,3%.
Mit 20,0 Milliarden Euro waren die Personalaufwendungen - wie in den Jahren zuvor - der größte Ausgabeposten der Hochschulen (2007: 19,2 Milliarden Euro). Das waren 55,2% der gesamten Hochschulausgaben. Der laufende Sachaufwand betrug 12,6 Milliarden Euro (2007: 11,5 Milliarden Euro). 3,7 Milliarden Euro wurden für Investitionen ausgegeben und damit rund eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Diese Steigerung ist unter anderem auf die verstärkten Baumaßnahmen an mehreren Hochschulen beziehungsweise den Erwerb oder Neubau von Hochschulgebäuden und -kliniken sowie die Anschaffung größerer Geräte zurückzuführen.
Auf die Universitäten (ohne Medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten) entfiel 2008 ein Ausgabevolumen von 15,0 Milliarden Euro, das waren 10,3% mehr als 2007. Die Medizinischen Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten wendeten für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung 17,0 Milliarden Euro (+ 7,4%) auf. Die Fachhochschulen (einschließlich Verwaltungsfachhochschulen) steigerten 2008 ihre Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 6,7% auf 3,6 Milliarden Euro.
Die Ausgabensteigerungen konnten die Hochschulen weitgehend über höhere eigene Einnahmen finanzieren. 2008 stiegen die Einnahmen aus Beiträgen der Studierenden gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Milliarden Euro auf rund 1,2 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen, die zu über 90% von medizinischen Einrichtungen als Entgelte für die Krankenbehandlung erwirtschaftet wurden, beliefen sich auf 11,8 Milliarden Euro (+ 5,0%). Außerdem warben die Hochschulen im Jahr 2008 Drittmittel in Höhe von 4,9 Milliarden Euro (+ 13,9%) ein. Die Drittmitteleinnahmen sind in erster Linie für Forschung und Entwicklung bestimmt. Wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen waren dabei die Deutsche Forschungsgemeinschaft (1,6 Milliarden Euro), die gewerbliche Wirtschaft (1,2 Milliarden Euro) sowie der Bund (1,0 Milliarden Euro).
Geschrieben in Bildung, Kultur, Kinder, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Was fehlt denn meiner Pflanze?
25.4.2010 von Andreas.
Grüner Daumen für alle: Mit dem neuem Gartenratgeber von Reader’s Digest wird jeder Hobbygärtner zum Pflanzendoktor
Stuttgart, 19. April 2010 – „Was fehlt denn meiner Pflanze?“ Dies fragen sich jetzt im Frühjahr wieder viele Hobbygärtner, wenn das mit viel Mühe gepflegte Grün einfach nicht so wachsen oder blühen will wie gedacht. Krankheiten und Schädlinge – ob Viren, Bakterien oder Schadinsekten – sorgen oft für Ratlosigkeit. Was tun? Der neue Gartenratgeber Was fehlt denn meiner Pflanze? von Readers Digest schafft Abhilfe: Kompetent werden die 1.000 wichtigsten Fragen zur Pflanzengesundheit beantwortet – leicht verständlich, detailliert und umfassend. Der Blütenpracht im Sommer sowie selbst gezogenem leckerem Obst, Gemüse und Kräutern steht damit nichts mehr im Wege.
Der Ratgeber Was fehlt denn meiner Pflanze? bietet auf 288 reich bebilderten Seiten Profi-Tipps für die Diagnose und Bekämpfung von Pflanzenschäden. Das wissenschaftlich fundierte Expertenwissen unterstützt Hobbygärtner dabei, alle Probleme rund um die Gesundheit von Garten-, Balkon- und Zimmerpflanzen selbst zu erkennen und zu lösen.
Vorbeugung, Diagnose, Therapie
Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg beim Gärtnern ist die Vorbeugung. Der Ratgeber gibt Tipps, wie Pflanzen von Anfang an gesund wachsen können: Licht, Temperatur, Wasser, Nährstoffe und Boden sind Aspekte, deren angemessene Berücksichtigung Pflanzenschäden gar nicht erst entstehen lässt.
Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen bzw. die Pflanze erkrankt, erleichtert der Ratgeber die Problembestimmung. Im von A bis Z gegliederten Band können Hilfesuchende einfach das entsprechende Gewächs nachschlagen und von den Diagnosehilfen profitieren: Deutliche Farbfotos zeigen die typischen Schadensbilder und helfen dadurch beim Erkennen der Symptome. Anschauliche Erläuterungen informieren über die Ursache, die dann gezielt ausgeschaltet werden kann. Mit anderen Worten: Jedes Schadensbild wird begleitet von leicht umsetzbaren Anregungen; passende Maßnahmen zu jedem Krankheitsbild bewirken eine erfolgreiche Therapie der Pflanzenkrankheiten. Systematischer kann die Behandlung von kranken Pflanzen kaum sein.
Keine Chance für Schädlinge
Nach demselben Muster begleitet Was fehlt denn meiner Pflanze? Freizeitgärtner auch bei der Bekämpfung von Schädlingen. Das Buch hilft, Schädlinge richtig zu erkennen und wirkungsvolle Maßnahmen zu ihrer Beseitigung einzusetzen. Es werden Tipps gegen Läuse oder Milben gegeben, erklärt, wie die Ausbreitungsgefahr eingedämmt werden kann und wie die Abwehrkräfte der Pflanzen gesteigert werden können. Strategien zur Abwehr umfassen einfache Maßnahmen sowie altbewährte Hausmittel – zum Beispiel Schmierseife gegen Läuse – genauso wie Pflanzenschutzmittel. Auch der Einsatz von Nützlingen kommt nicht zu kurz: Leser erfahren, wie diese zum Schutz von Nutz- und Ziergärten eingesetzt werden können.
Prächtige, gesunde Zimmerpflanzen im Handumdrehen
Der ständige Nachkauf von Pflanzen, die aufgrund falscher Pflege eingegangen sind, kann auf Dauer teuer werden. Deshalb bietet der Ratgeber von Readers Digest umfassende Hilfestellung auch für die kleine grüne Oase in der Wohnung: Selbst komplizierte Krankheiten wie „Roter Brenner“ oder „Stängelfäule“ sind damit kein großes Problem mehr. Detaillierte Abbildungen zeigen das Schadbild und die gesunde Pflanze, ausführliche Beschreibungen erläutern Ursache und Behandlung.
Das Buch ist übersichtlich in vier Teile gegliedert und ermöglicht durch die A-Z-Gliederung einen schnellen Zugriff auf die benötigte Information. Die Erklärungen in Wort und Bild decken mehr als 90 Prozent des gesamten Schadensspektrums bei Garten- und Zimmerpflanzen ab.
Fazit
Was fehlt denn meiner Pflanze? ist ein unentbehrlicher Ratgeber für jeden, der gerne Pflanzen um sich hat oder am liebsten Obst, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom Balkon genießt. 1.000 Expertentipps bieten für nahezu jedes Problem eine Lösung, die auch für Pflanzenlaien gut verständlich und leicht umsetzbar ist.
Was fehlt denn meiner Pflanze?, Format 200 x 260 mm, 288 Seiten, 650 farbige Abbildungen, Adressen für Beratung und Information, Bezugsquellen und ein ausführliches Stichwortverzeichnis, Preis 29,90 Euro inkl. Versand (Deutschland/Österreich), Artikelnummer: 061 088.
Nur erhältlich direkt bei Reader’s Digest:
- Deutschland: Reader’s Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH, 70160 Stuttgart, Kundentelefon: 01805 / 61 99 81 (14 Cent/Minute aus dem Festnetz der T-Com; max. 42 Cent/Min. aus dem Mobilfunk), www.readersdigest.de
- Österreich: Reader’s Digest Österreich: Verlag Das Beste Ges.m.b.H., Singerstr. 2, 1010 Wien, Kundentelefon: 01 / 513 25 54, www.readersdigest.at
Weitere Informationen zu diesem Produkt und eine Bestellmöglichkeit finden Sie im Online-Shop: www.rd-shop24.de.
Geschrieben in Erfolg, Freizeit, Umweltschutz, Kultur, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
9,3 Milliarden Euro für außeruniversitäre Forschung im Jahr 2008
25.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gaben die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland im Jahr 2008 9,3 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus. Das waren 9,4% mehr als im Jahr 2007. Ein Teil der Ausgabensteigerung ist auf Sondereffekte bei der Max-Planck-Gesellschaft zurückzuführen, deren Haushalt zur Steuerkompensation aufgrund der Neubeurteilung der Unternehmereigenschaft durch die Finanzbehörden erhöht worden war. Ohne die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft betrug die Steigerung 7,4%.
Gut drei Viertel (75,9%) der Ausgaben für außeruniversitäre Forschung wurden allein in den Bereichen Naturwissenschaften (4,6 Milliarden Euro) und Ingenieurwissenschaften (2,5 Milliarden Euro) getätigt. 1,2 Milliarden Euro (12,4%) der Forschungsausgaben entfielen auf die Geistes- und Sozialwissenschaften, 0,6 Milliarden Euro (6,5%) auf die Humanmedizin und 0,5 Milliarden Euro (5,2%) auf die agrarwissenschaftliche Forschung.
Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören neben den Einrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden auch öffentlich geförderte, private Einrichtungen ohne Erwerbszweck. Auf die gemeinsam von Bund und Ländern geförderten privaten Forschungseinrichtungen entfielen im Jahr 2008 mit 7,1 Milliarden Euro gut drei Viertel (75,6%) der gesamten außeruniversitären Forschungsausgaben. Dabei gaben die Helmholtz-Zentren 3,0 Milliarden Euro, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft 1,6 Milliarden Euro, die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft 1,4 Milliarden Euro und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 1,0 Milliarden Euro aus. Auf die Akademien der Wissenschaften entfielen 0,1 Milliarden Euro.
Die Forschungseinrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden hatten mit 0,9 Milliarden Euro einen Anteil von 9,9% an den gesamten Ausgaben der außeruniversitären Einrichtungen für Forschung und Entwicklung. Die sonstigen öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen, einschließlich der wissenschaftlichen Bibliotheken und Museen, gaben 2008 zusammen 1,4 Milliarden Euro (14,5%) für Forschung und Entwicklung aus.
Auf die außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die Hochschulen entfielen im Jahr 2008 gut 30% der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland. Nahezu 70% der gesamten Forschungstätigkeiten finden im Unternehmenssektor statt. Insgesamt wurden in den drei Sektoren 2008 nach vorläufigen Berechnungen 66,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dies entspricht einem Anteil von 2,6% am Bruttoinlandsprodukt.
Geschrieben in Bildung, Ausbildung, Erfolg, Kultur, Euro, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Täglich eine kleine Flasche Bier je potenziellem Verbraucher
25.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Tag des deutschen Bieres am 23. April mitteilt, wurden im Jahr 2009 in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken - ergibt sich rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag.
Der Inlandsverbrauch errechnet sich aus dem versteuerten Absatz, in dem auch die importierten ausländischen Biere enthalten sind, zuzüglich Bier, das von Brauereien unentgeltlich als Haustrunk an ihre Angestellten abgegeben wird. Exporte sind im Inlandsverbrauch nicht enthalten.
Geschrieben in Freizeit, Wirtschaft, Kultur, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Statistik - Informationsbasis für den gesellschaftlichen Wandel
25.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Daten der amtlichen Statistik sollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt messbar machen. Das empfiehlt der Statistische Beirat - das Gremium der Nutzer, Befragten und Produzenten der Bundesstatistik - in einem Eckpunktepapier, das der Beirat heute der Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, Cornelia Rogall-Grothe übergeben hat.
Für die Analyse von immer komplexer werdenden gesellschaftlichen Zusammenhängen sei die entsprechende Weiterentwicklung der statistischen Infrastruktur notwendig, so der Statistische Beirat. Welche Einflussfaktoren führen zu welchen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Änderungen? Um das herauszufinden, solle das Statistische Bundesamt besonders die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen weiterentwickeln.
Die Reform der Unternehmensstatistiken ist bereits in vollem Gange. Nun müssen auch die Statistiken der privaten Haushalte stärker miteinander verzahnt werden. Ziel muss ein System sein, das die erforderlichen Indikatoren liefert. Der Beirat schließt sich auch den Empfehlungen der internationalen “Stiglitz-Sen-Kommission” an, deren Bericht vom September 2009 einen Impuls zum Ausbau der statistischen Berichterstattung gegeben hat. Die Zukunft gehöre zweckmäßig ausgewählten Indikatoren. Über die klassische gesamtwirtschaftliche Messgröße “Bruttoinlandsprodukt” hinaus soll die Statistik zu Anhaltspunkten gelangen, wie sich ein Phänomen wie “Lebensqualität” in Zahlen fassen lässt.
Eine geeignete Zusammenstellung und Weiterentwicklung von Indikatoren zur Ökologie, zur Einkommensverteilung und zur Erwerbstätigkeit ist aus Sicht des Beirats hierzu erforderlich und soll in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft geschehen.
Das vollständige Eckpunktepapier ist auf der Website des Statistischen Beirates abrufbar.
Geschrieben in Wirtschaft, Kultur, Allgemein Wissen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
7,6% weniger neue Ausbildungsverträge im Jahr 2009
25.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2009 rund 561 300 Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen. Das waren 46 300 oder 7,6% weniger als im Jahr 2008. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang der Vertragsabschlüsse in den neuen Ländern (einschließlich Berlin). Dort sank die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 13,0% (- 14 700). Im früheren Bundesgebiet verringerte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um 6,4% (- 31 600). Mögliche Gründe für diesen Rückgang sind das geringere Angebot an Ausbildungsplätzen aufgrund der Wirtschaftskrise, die demografische Entwicklung in der für die duale Ausbildung typischen Altersgruppe in den neuen Ländern sowie eine höhere Studierneigung bei den Schulabsolventen mit Hochschulreife.
Im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel, zu dem auch die Ausbildungsberufe von Banken und Versicherungen gehören, wurden im Jahr 2009 9,1% (- 33 300) weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich, sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 6,6% (- 11 100).
Insgesamt befanden sich am 31. Dezember 2009 nach vorläufigen Ergebnissen rund 1,573 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im dualen System. Das waren 2,5% (- 40 600) weniger als im Vorjahr 2008. Auch hier verlief die Entwicklung in den neuen Ländern und im früheren Bundesgebiet unterschiedlich. Während die Zahl der Auszubildenden 2009 im früheren Bundesgebiet um 1,0% (- 12 900) sank, gab es in den neuen Ländern 8,8% (- 27 700) weniger Auszubildende als 2008.
Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Geschrieben in Wirtschaft, Bildung, Ausbildung, Jobs, Kultur, Arbeitlos, Allgemein Wissen, Kinder, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
9% weniger Zigaretten im ersten Quartal 2010 versteuert
24.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im ersten Quartal 2010 in Deutschland 9,0% weniger Zigaretten versteuert als im ersten Quartal 2009. Ein noch deutlicherer Rückgang wurde beim Absatz von Pfeifentabak ermittelt (- 16,5%). Gleichzeitig stieg die Menge des versteuerten Feinschnitts im ersten Quartal 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 7,9%, beim Absatz von Zigarren und Zigarillos wurde sogar eine Zunahme um 31,1% verzeichnet.
Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Tabakwaren im Kleinverkaufswert (Verkaufswert im Handel) von 5,3 Milliarden Euro versteuert. Das waren 188 Millionen Euro oder 3,4% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser Betrag ergibt sich aus dem Steuerzeichenbezug von Herstellern und Händlern nach Abzug von Steuererstattungen für zurückgegebene Steuerzeichen (Netto-Bezug).
Detaillierte Informationen zur Tabaksteuerstatistik bietet die Fachserie 14, Reihe 9.1.1, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort “Absatz von Tabakwaren”, kostenlos erhältlich ist.
Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Geschrieben in Freizeit, Kultur, Allgemein Wissen, Gesundheit, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »


