Archiv der Kategorie Versicherung
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14.8.2010 von Andreas.
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2008: 263 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben
19.4.2010 von Andreas.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltgesundheitstages mitteilt, betrugen die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland im Jahr 2008 insgesamt 263,2 Milliarden Euro. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Milliarden Euro oder 3,9%. Auf jeden Einwohner entfielen damit Ausgaben in Höhe von rund 3 210 Euro (2007: 3 080 Euro). Die Gesundheitsausgaben entsprachen 10,5% des Bruttoinlandsproduktes. Schon jetzt ist abzusehen, dass durch den Rückgang der Wirtschaftsleistung im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise dieser Anteil für das Jahr 2009 vermutlich auf über 11% ansteigen wird.
Die Gesundheitsausgabenrechnung erfasst neben den relevanten Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung auch alle weiteren gesundheitsbezogenen Aufwendungen, die von anderen Ausgabenträgern wie beispielweise der privaten Krankenversicherung oder den privaten Haushalten selbst geleistet werden. Größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen war im Jahr 2008 die gesetzliche Krankenversicherung. Sie trug mit 151,5 Milliarden Euro rund 57,5% der gesamten Gesundheitsausgaben. Im Vergleich zum Vorjahr sind ihre Ausgaben um 6,1 Milliarden Euro und damit um 4,2% gestiegen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete mit + 6,2% die private Krankenversicherung. Ihre Ausgaben erhöhten sich um 1,4 Milliarden auf 24,9 Milliarden Euro. Damit entfielen im Jahr 2008 gut 9,5% der Gesundheitsausgaben auf dieses Versicherungssystem.
Fast die Hälfte der Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im Gesundheitswesen wurde in ambulanten Einrichtungen erbracht (130,9 Milliarden Euro beziehungsweise 49,7%). Die Ausgaben in diesen Einrichtungen sind mit + 4,5% überdurchschnittlich stark gestiegen. Die vom Ausgabenvolumen her bedeutsamsten ambulanten Einrichtungen waren die Arztpraxen mit 40,2 Milliarden Euro (+ 1,9 Milliarden Euro; + 5,0%) und die Apotheken mit 38,5 Milliarden Euro (+ 1,2 Milliarden Euro; + 3,2%). Den stärksten prozentualen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2007 verzeichneten die ambulanten Pflegeeinrichtungen mit + 8,0%, deren Leistungen um 600 Millionen auf 8,6 Milliarden angewachsen sind. Dieser Anstieg ist neben den Auswirkungen der Leistungsverbesserungen, die im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes eingeführt wurden, auch auf den Zuwachs der Ausgaben für Behandlungspflege (wie zum Beispiel Verbandwechsel oder Medikamentengaben) im Rahmen der häuslichen Krankenpflege zurückzuführen.
Im (teil-)stationären Sektor wurden im Jahr 2008 mit 94,6 Milliarden Euro 3,3% mehr aufgewendet als im Vorjahr. Zu den (teil-)stationären Einrichtungen gehören Krankenhäuser (66,7 Milliarden Euro; + 3,5%), die Einrichtungen der (teil-)stationären Pflege (19,9 Milliarden Euro; + 2,5%) sowie die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, auf die 8,0 Milliarden Euro (+ 3,6%) entfielen.Bei einer Analyse der Entwicklung der Gesundheitsausgaben nach den in Anspruch genommenen Leistungen fällt auf, dass der prozentuale Ausgabenanstieg im Vergleich zum Jahr 2007 bei den Leistungen der Prävention und des Gesundheitsschutzes (+ 5,5%; + 600 Millionen) überdurchschnittlich hoch war. Damit erreichten diese Leistungen im Jahr 2008 rund 10,7 Milliarden Euro. Die Zunahme ist auch auf die gestiegenen Aufwendungen für Früherkennungsmaßnahmen und Schutzimpfungen zurückzuführen. Für Arzneimittel wurden im Jahr 2008 von allen Ausgabenträgern gut 43,2 Milliarden Euro ausgegeben (+ 1,6 Milliarden Euro; + 3,7%). Dabei wurden die stark überdurchschnittlichen Ausgabenanstiege für Arzneimittel der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung von einem Rückgang der Zahlungen der privaten Haushalte zum Beispiel im Bereich der Selbstmedikation abgemildert. Über einen längeren Zeitraum (von 2000 bis 2008) betrachtet, wird jedoch deutlich, dass die Aufwendungen aller Ausgabenträger !
für Arzneimittel mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 4,0% weitaus stärker als die gesamten Gesundheitsausgaben (+ 2,7%) gewachsen sind.Die hier vorgestellten Ergebnisse folgen dem Konzept des “System of Health Accounts”, welches von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Zweck der internationalen Vergleichbarkeit von Gesundheitsausgaben empfohlen wird. Gemäß den dort enthaltenen Definitionen umfassen die Gesundheitsausgaben sämtliche Güter und Leistungen mit dem Ziel der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aufwendungen für Forschung und Ausbildung im Gesundheitswesen, sowie Ausgaben für krankheitsbedingte Folgen (zum Beispiel Leistungen zur Eingliederungshilfe) und Einkommensleistungen, wie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall werden nachrichtlich nachgewiesen. Begründet durch diese Abgrenzung weichen die Gesundheitsausgaben in der Gesundheitsausgabenrechnung von den!
Ausgaben der einzelnen Sozialversicherungsträger, insbesondere der gesetzlichen Krankenversicherung, ab.Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zu den Gesundheitsausgaben sind kostenfrei in der GENESIS-Online Datenbank über die Tabellen zur Gesundheitsausgabenrechnung (23611) abrufbar. Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich auch unter der Adresse www.gbe-bund.de.
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Gesetzliche Sozialversicherung im Jahr 2009 mit hohem Defizit
19.4.2010 von Andreas.
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WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete die gesetzliche Sozialversicherung - in Abgrenzung der Finanzstatistik - im Jahr 2009 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 14,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2008 war noch ein Finanzierungsüberschuss von
3,8 Milliarden Euro erreicht worden.Die Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung stiegen im Jahr 2009 um 1,4% auf 490,9 Milliarden Euro, die Ausgaben um 5,3% auf 505,6 Milliarden Euro. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds). Im Einzelnen stellten sich die Ausgaben und Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Im Jahr 2009 glichen sich die Einnahmen und die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung nahezu aus, nachdem im Vorjahr ein Finanzierungsüberschuss von 3,7 Milliarden Euro erreicht wurde. Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben betrugen im Jahr 2009 rund 243,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Ausgaben um 2,4%, die Einnahmen leicht um 0,8%.
Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, die überwiegend aus Zuweisungen des zum 1.
Januar 2009 eingeführten Gesundheitsfonds bestehen, beliefen sich im Jahr 2009 auf 170,0 Milliarden Euro. Die Zunahme um 4,5% war insbesondere auf die ebenfalls zum Jahresbeginn geltende Festsetzung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung auf einheitlich 15,5% zurückzuführen. Zum Ausgleich der Absenkung des Beitragssatzes zum 1. Juli 2009 um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9% wurde der bislang vorgesehene Zuschuss des Bundes im Zuge des ersten Nachtragshaushalts 2009 um 3,2 Milliarden auf 7,2 Milliarden Euro für das Jahr 2009 erhöht. Die Ausgaben lagen mit 171,4 Milliarden Euro um 5,9% über denen des Vorjahres. Während die gesetzliche Krankenversicherung im Jahr 2008 noch einen leichten Finanzierungsüberschuss von 0,7 Milliarden Euro erzielte, ergab sich für das Jahr 2009 ein Finanzierungsdefizit von 1,4 Milliarden Euro.Deutlich sanken im Jahr 2009 die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds). Sie fielen um 4,0 Milliarden Euro (- 10,4%) auf 34,4 Milliarden Euro. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung durch die Absenkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2009 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8% bedingt. Die Ausgaben erhöhten sich im Jahr 2009 hingegen kräftig um 9,2 Milliarden auf 48,7 Milliarden Euro. Dieser Anstieg um 23,4% resultierte insbesondere aus der erheblichen Steigerung der Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit von 0,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf 3,0 Milliarden Euro im Jahr 2009.
Die den Arbeitgebern erstmals im Jahr 2009 von der Bundesagentur für Arbeit anteilig erstatteten Beiträge zur Sozialversicherung beliefen sich auf 1,6 Milliarden Euro. Die Bundesagentur für Arbeit wies im Jahr 2009 ein Finanzierungsdefizit von 14,3 Milliarden Euro auf (13,2 Milliarden Euro höher als im Vorjahr) und trug somit maßgeblich zu dem hohen Defizit der Sozialversicherung insgesamt bei.Die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung summierten sich im Jahr 2009 auf 21,3 Milliarden Euro. Grund für den Einnahmenzuwachs um 7,8% war die Erhöhung des Beitragssatzes von 1,7% auf 1,95% (für Kinderlose von 1,95% auf 2,20%) zum 1. Juli 2008. Dem stand ein geringerer Anstieg der Ausgaben um 6,2% auf 20,3 Milliarden Euro gegenüber. Die gesetzliche Pflegeversicherung konnte damit im Jahr
2009 einen Finanzierungsüberschuss von 1,0 Milliarden Euro verzeichnen und übertraf den Überschuss des Vorjahres um 0,4 Milliarden Euro.
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Gesetzliche Sozialversicherung im Jahr 2009 mit hohem Defizit
19.4.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete die gesetzliche Sozialversicherung - in Abgrenzung der Finanzstatistik - im Jahr 2009 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 14,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2008 war noch ein Finanzierungsüberschuss von 3,8 Milliarden Euro erreicht worden.
Die Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung stiegen im Jahr 2009 um 1,4% auf 490,9 Milliarden Euro, die Ausgaben um 5,3% auf 505,6 Milliarden Euro. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds). Im Einzelnen stellten sich die Ausgaben und Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Im Jahr 2009 glichen sich die Einnahmen und die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung nahezu aus, nachdem im Vorjahr ein Finanzierungsüberschuss von 3,7 Milliarden Euro erreicht wurde. Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben betrugen im Jahr 2009 rund 243,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Ausgaben um 2,4%, die Einnahmen leicht um 0,8%.
Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, die überwiegend aus Zuweisungen des zum 1. Januar 2009 eingeführten Gesundheitsfonds bestehen, beliefen sich im Jahr 2009 auf 170,0 Milliarden Euro. Die Zunahme um 4,5% war insbesondere auf die ebenfalls zum Jahresbeginn geltende Festsetzung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung auf einheitlich 15,5% zurückzuführen. Zum Ausgleich der Absenkung des Beitragssatzes zum 1. Juli 2009 um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9% wurde der bislang vorgesehene Zuschuss des Bundes im Zuge des ersten Nachtragshaushalts 2009 um 3,2 Milliarden auf 7,2 Milliarden Euro für das Jahr 2009 erhöht. Die Ausgaben lagen mit 171,4 Milliarden Euro um 5,9% über denen des Vorjahres. Während die gesetzliche Krankenversicherung im Jahr 2008 noch einen leichten Finanzierungsüberschuss von 0,7 Milliarden Euro erzielte, ergab sich für das Jahr 2009 ein Finanzierungsdefizit von 1,4 Milliarden Euro.
Deutlich sanken im Jahr 2009 die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds). Sie fielen um 4,0 Milliarden Euro (- 10,4%) auf 34,4 Milliarden Euro. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung durch die Absenkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2009 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8% bedingt. Die Ausgaben erhöhten sich im Jahr 2009 hingegen kräftig um 9,2 Milliarden auf 48,7 Milliarden Euro. Dieser Anstieg um 23,4% resultierte insbesondere aus der erheblichen Steigerung der Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit von 0,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf 3,0 Milliarden Euro im Jahr 2009. Die den Arbeitgebern erstmals im Jahr 2009 von der Bundesagentur für Arbeit anteilig erstatteten Beiträge zur Sozialversicherung beliefen sich auf 1,6 Milliarden Euro. Die Bundesagentur für Arbeit wies im Jahr 2009 ein Finanzierungsdefizit von 14,3 Milliarden Euro auf (13,2 Milliarden Euro höher als im Vorjahr) und trug somit maßgebl!
ich zu dem hohen Defizit der Sozialversicherung insgesamt bei.Die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung summierten sich im Jahr 2009 auf 21,3 Milliarden Euro. Grund für den Einnahmenzuwachs um 7,8% war die Erhöhung des Beitragssatzes von 1,7% auf 1,95% (für Kinderlose von 1,95% auf 2,20%) zum 1. Juli 2008. Dem stand ein geringerer Anstieg der Ausgaben um 6,2% auf 20,3 Milliarden Euro gegenüber. Die gesetzliche Pflegeversicherung konnte damit im Jahr 2009 einen Finanzierungsüberschuss von 1,0 Milliarden Euro verzeichnen und übertraf den Überschuss des Vorjahres um 0,4 Milliarden Euro.
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Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2009 auf einem neuen Tiefstand
25.2.2010 von Andreas.
WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen im Jahr 2009 auf deutschen Straßen 4 160 Menschen ums Leben. Das waren 317 Getötete oder 7,1% weniger als ein Jahr zuvor. Damit hat sich auch im Jahr 2009 die positive Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt: die Zahl der Getöteten erreichte den niedrigsten Stand seit 1950. Gleichwohl verloren immer noch durchschnittlich 11 Menschen pro Tag im Straßenverkehr ihr Leben. Die Zahl der Personen, die bei Unfällen schwer oder leicht verletzt wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7% auf rund 397 900 Personen verringert.
Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle ist trotz sinkender Verunglücktenzahl im vergangenen Jahr leicht gestiegen, und zwar um 0,5% auf 2,30 Millionen. Während die Unfälle mit Personenschaden um 3,0% auf 310 900 gesunken sind, wurden mehr Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (+ 1,1% auf 1,99 Millionen) verzeichnet.
Mehr Verkehrstote als im Vorjahr wurden im Jahr 2009 nur in Mecklenburg-Vorpommern (+ 19% oder 25 Personen), in Bremen (+ 8,3% oder 1 Person) und im Saarland (+ 4,7% oder 2 Personen) gezählt. In den übrigen Bundesländern starben im Vergleich zum Vorjahr weniger Menschen im Straßenverkehr. Prozentual am stärksten zurückgegangen ist die Zahl der Verkehrstoten in Sachsen-Anhalt (- 26% oder 59 Personen), in Sachsen (- 21% oder 51 Personen) und in Thüringen (- 20% oder 37 Personen).
Auf die Zahl der Einwohner bezogen starben in Deutschland im vergangenen Jahr 51 Personen je 1 Million Einwohner. Nicht nur in den Stadtstaaten Berlin (14), Hamburg (19) und Bremen (20), sondern auch in Nordrhein-Westfalen (34) wurden wesentlich weniger Personen je 1 Million Einwohner bei Straßenverkehrsunfällen getötet als im Bundesdurchschnitt. Weit über dem Durchschnitt lagen nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern mit 94 und Brandenburg mit 80 Todesopfern je 1 Million Einwohner.
Im Dezember 2009 erfasste die Polizei in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 210 700 Straßenverkehrsunfälle, 3,5% mehr als im Dezember 2008. Aufgrund des Wintereinbruchs ereigneten sich im Dezember 2009 vor allem mehr Unfälle mit Sachschaden, diese sind gegenüber Dezember 2008 um 4,2% auf 188 200 gestiegen. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 2,3% auf rund 22 500 zurückgegangen. Bei diesen Unfällen kamen 302 Menschen ums Leben, 9,3% weniger als im Vorjahresmonat. Weitere 29 000 Personen (- 2,9%) wurden verletzt.
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Gesetzliche Sozialversicherung im 1.- 3. Quartal 2009 mit hohem Defizit
17.1.2010 von Andreas.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichnete die gesetzliche Sozialversicherung - in der Abgrenzung der Finanzstatistik - in den ersten drei Quartalen 2009 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 16,6 Milliarden Euro. Damit lag es um 11,6 Milliarden Euro über dem des Vorjahreszeitraums. Hauptursache dafür war das hohe Defizit der Bundesagentur für Arbeit, das sich 2009 um 13,2 auf 15,8 Milliarden Euro erhöht hat.
Die Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung sind in den ersten drei Quartalen 2009 um 1,5% auf 358,6 Milliarden Euro gestiegen, die Ausgaben um 4,7% auf 375,3 Milliarden Euro. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds).
In den ersten drei Quartalen 2009 erhöhten sich die Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung auf 179,0 Milliarden Euro. Dem Einnahmenzuwachs um 0,9% stand ein Zuwachs der Ausgaben um 2,2% auf
181,9 Milliarden Euro gegenüber. Daraus ergab sich ein Finanzierungsdefizit der gesetzlichen Rentenversicherung von 2,9 Milliarden Euro, 2,2 Milliarden Euro höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, die überwiegend aus Zuweisungen des zum 1. Januar 2009 eingeführten Gesundheitsfonds bestehen, sind in den ersten drei Quartalen 2009 um 8,6% auf 128,3 Milliarden Euro gestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Festsetzung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung auf einheitlich 15,5% zurückzuführen. Darüber hinaus war maßgeblich, dass der Fonds von der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch machte, monatliche Bundeszuschussraten vorzuziehen. Dem Einnahmenzuwachs stand ein geringerer Zuwachs der Ausgaben um 6,1% auf 126,9 Milliarden Euro gegenüber. Während die gesetzliche Krankenversicherung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2008 noch ein Finanzierungsdefizit von 1,5 Milliarden Euro aufwies, ergab sich in den ersten drei Quartalen 2009 ein Finanzierungsüberschuss von 1,4 Milliarden Euro.
Der Rückgang der Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich
Versorgungsfonds) auf 19,6 Milliarden Euro (- 29,2%) resultierte im Wesentlichen aus der Absenkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2009 um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8%. Die Beitragseinnahmen sanken daraufhin in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 15,6% auf 16,7 Milliarden Euro.
Zusätzlich trug auch die zeitliche Verlagerung der Fälligkeit für die Beteiligung des Bundes an den Kosten der Arbeitsförderung zum Rückgang der Einnahmen bei. Die Ausgaben summierten sich in den ersten drei Quartalen auf 35,4 Milliarden Euro und übertrafen den Vergleichswert des Vorjahres um 16,7%. Dieser kräftige Ausgabenanstieg resultierte unter anderem aus der erheblichen Steigerung der Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit auf 2,2 Milliarden Euro. Auch bei den Aufwendungen für das Arbeitslosengeld war eine deutliche Zunahme um 19,9% auf 13,1 Milliarden Euro zu verzeichnen. Gegenüber den ersten drei Quartalen 2008 stieg das Finanzierungsdefizit der Bundesagentur für Arbeit somit kräftig um 13,2 auf 15,8 Milliarden Euro an.
Die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung erhöhten sich in den drei ersten Quartalen 2009 auf 15,7 Milliarden Euro. Ein Grund für diesen Einnahmenzuwachs um 10,4% war die Erhöhung des Beitragssatzes von 1,7% auf 1,95% (für Kinderlose von 1,95% auf 2,20%) zum 1. Juli 2008.
Dem stand ein geringerer Zuwachs der Ausgaben um 6,0% auf 15,1 Milliarden Euro gegenüber, so dass sich ein leichter Finanzierungsüberschuss von 0,6 Milliarden Euro ergab. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte es ein Finanzierungsdefizit von 0,1 Milliarden Euro gegeben.
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Zahl der Verkehrstoten sinkt weiter um fast 10% im Jahr 2009
10.12.2009 von Andreas.
WIESBADEN - Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Eckdaten von Januar bis Oktober 2009 basieren, wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2009 einen neuen Tiefstand erreichen und bei etwa 4 050 liegen. Damit werden knapp 10% weniger Getötete im Straßenverkehr erwartet als im vergangenen Jahr. Der langfristige Rückgang der Verkehrstoten auf deutschen Straßen würde sich somit fortsetzen. Zugleich wäre die Zahl der Verkehrstoten so niedrig wie noch nie seit 1950. Ebenso ist mit einem weiteren Rückgang bei der Zahl der Verletzten für das Jahr 2009 zu rechnen: Rund 392 000 Verkehrsteilnehmer werden voraussichtlich bis Jahresende bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, das wären gut 4% weniger als 2008.Die polizeilich erfassten Unfälle insgesamt dürften etwa die Zahl des Vorjahres (2,29 Millionen) erreichen. Während die Gesamtzahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden, um mehr als 4% auf 306 500 abnehmen dürfte, wird die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden voraussichtlich leicht um knapp 1% auf 1,99 Millionen zunehmen.
Aus den bisher vorliegenden tiefer gegliederten Ergebnissen der Monate Januar bis September zeichnet sich folgende Entwicklung des Unfallgeschehens für das Jahr 2009 ab:
Es wird erwartet, dass die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen getöteten Kinder unter 15 Jahren auch in diesem Jahr wieder sinken wird. Im Zeitraum Januar bis September 2009 verloren 66 Kinder ihr Leben im Straßenverkehr, das waren 20 Kinder oder 23% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Noch stärker, um ein Drittel auf 93, zurückgegangen ist die Anzahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren, die bis Ende September 2009 auf deutschen Straßen tödlich verunglückten. Aufgrund des bisherigen Verlaufs ist auch für diese Altersgruppe mit einer deutlichen Abnahme der Getötetenzahl im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Weit unter dem Durchschnitt der übrigen Altersgruppen dürfte der Rückgang der Getöteten bei den Senioren (65 Jahre und älter) im Jahr 2009 liegen.
Die meisten Menschen kommen bei Straßenverkehrsunfällen in einem Auto zu Schaden. Daher ist es besonders erfreulich, dass sich voraussichtlich die Gesamtzahl der getöteten Pkw-Insassen in diesem Jahr stark verringern wird. Von Januar bis September 2009 kamen 16% oder 280 Personen weniger in einem Pkw zu Tode als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dagegen hat sich die Zahl der getöteten Motorradbenutzer in den ersten drei Quartalen dieses Jahres negativ entwickelt, sie ist gegenüber Januar bis September 2008 um 0,3% leicht angestiegen.
Der insgesamt rückläufige Trend bei Alkoholunfällen wird auch im Jahr 2009 voraussichtlich anhalten.
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HVB mit Details zum geplanten Stellenabbau: 2500 Stellen sollen bis Ende 2010 wegfallen - über 1000 bereits realisiert
7.2.2009 von Andreas.
Die HypoVereinsbank (HVB) gibt Details zu ihrem geplanten Stellenabbau bekannt. Bis Ende 2010 wird die HVB gegenüber dem Personalstand von Ende 2007 (23.244 Stellen) 2.500 Stellen abbauen.
Der Stellenabbau ist Teil der Drei-Jahres-Planung der UniCredit-Gruppe von 2008 bis 2010, die einen Abbau von insgesamt 9.000 Stellen in der Gruppe vorsieht. Angesichts der sich seit Herbst vergangenen Jahres rasant verschärfenden Finanzmarktkrise hat die UniCredit-Gruppe zudem ein Restrukturierungsprogramm für den Bereich Markets & Investment Banking aufgesetzt, in dessen Rahmen in der UniCredit-Gruppe 700 Stellen abgebaut werden sollen, von denen 400 auf die HVB entfallen.
Der Abbau der Stellen wird alle Bereiche der Bank betreffen. 1.200 Stellen entfallen auf das Privatkundengeschäft, 400 auf Markets & Investmentbanking, 150 auf das Firmenkundengeschäft sowie 50 Stellen auf das Wealth Management. Ebenfalls 400 Stellen sollen im Bereich Global Banking Services abgebaut werden, in anderen Verwaltungseinheiten, wie dem Corporate Center, entfallen rund 550 Stellen.
“Die wirtschaftliche Lage hat sich, seitdem wir im Juni 2008 unseren Drei-Jahres-Plan vorgestellt haben, noch einmal deutlich verschlechtert. Das laufende Jahr wird durch eine tiefe Rezession geprägt sein, die zu weiteren Belastungen für die gesamte Bankenindustrie führen wird. Deshalb handeln wir rechtzeitig, um unsere Profitabilität dauerhaft zu verbessern und so die Arbeitsplätze für unsere verbleibenden rund 20.000 Mitarbeiter auch künftig zu sichern”, sagt Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der HypoVereinsbank.
” Wir werden, wie geplant, 2.500 Stellen bis zum Jahr 2010 abbauen. Um diesen Abbau auch tatsächlich erreichen zu können, haben wir in allen Bereichen der Bank insgesamt 2.750 potentielle Stellen identifiziert, also einen Puffer in Höhe von 10 Prozent angelegt”, so Weimer weiter.
Seit Ende 2007 konnte die HypoVereinsbank von diesem Personalabbau-Ziel bereits über 1.000 Stellen realisieren. Mit Blick auf die noch nicht realisierten knapp 1.500 abzubauenden Stellen wird die Bank ein entsprechendes Maßnahmenpaket vorschlagen, um die Stellenreduzierungen so sozial verträglich wie möglich zu gestalten. Hierzu wird die Bank mit den Arbeitnehmervertretern zügig Verhandlungen aufnehmen.
“Wir werden neben der natürlichen Fluktuation das gesamte uns zur Verfügung stehende Instrumentarium, wie beispielsweise ein neues Vorruhestandsprogramm für die über 56jährigen Arbeitnehmer oder Altersteilzeitregelungen, einsetzen. Wichtig ist uns dabei der offene und konstruktive Dialog mit unseren Mitarbeiter-Vertretern“, erklärte Heinz Laber, Personalvorstand der HypoVereinsbank.
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Die Verlierer des neuen Unterhaltsrechts
20.1.2008 von Andreas.
Weniger Geld vom Expartner
Die Scheidungsrate in Deutschland steigt nach wie vor, die Rollenverteilung innerhalb der Familie hat sich grundlegend verändert. Patchworkfamilien und andere neue Formen des Zusammenlebens haben sich etabliert. Mit der Reform des Unterhaltsrechts haben die Politiker auf den gesellschaftlichen Wandel reagiert. Die unterhaltsberechtigten Expartner, meist Frauen, sind dabei die Verlierer der Reform. Sie müssen – auch bei bereits geschiedenen Ehen – mit weniger Geld rechnen, denn der Kindesunterhalt bekommt den Vorrang. Erst, wenn die Kinder befriedigt sind und noch ausreichend Geld vorhanden ist, kommen sie an die Reihe.
“Eheliche und nichteheliche Kinder werden beim Unterhalt gleich behandelt und stehen immer an erster Stelle vor allen anderen Unterhaltsberechtigten”, erklärt Anne Kronzucker, Juristin und Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. “Verdient der Mann nicht genügend Geld für alle, steht der Kindesunterhalt im Vordergrund und die Exfrau erhält keinen Unterhalt für sich”, betont die Juristin. Ein gesetzlich definierter einheitlicher Mindestunterhalt für Kinder macht auch der bisherigen Differenzierung bei den Unterhaltssätzen für Kinder in den alten und den neuen Bundesländern ein Ende.
Unterhalt bei Kinderbetreuung
Die Elternteile, die Kinder betreuen werden unabhängig, ob sie verheiratet waren oder nicht bezüglich der Dauer des Betreuungsunterhalts nun gleich behandelt. Geschiedene Expartner müssen bei Betreuung eines Kindes daher nun viel früher als bisher eine Teilzeitbeschäftigung aufnehmen. Sie erhalten, wie auch Expartner aus nichtehelichen Lebensgemeinschaften, nur noch während der ersten drei Lebensjahre ihres Kindes Betreuungsunterhalt, der verlängert werden kann, wenn die Belange des Kindes und fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten es erforderlich machen.
“Mit der Neuregelung der Rangfolge der Unterhaltsansprüche stehen Eltern, die Kinder betreuen und geschiedene Eheleute nach einer besonders langen Ehe grundsätzlich an zweiter Stelle nach den Kindern. Erst dann folgen geschiedene Eheleute, deren Ehe nur von kurzer Dauer war. Der bereits bestehende Grundsatz der nachehelichen Eigenverantwortung der Ehepartner wurde zur Stärkung im Gesetz verankert”, erläutert Kronzucker.
Kurzfassung:
Neues Unterhaltsrecht setzt auf Solidarität
Kindesunterhalt steht an erster Stelle
Die jüngste Neufassung des Unterhaltsrechts trägt dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung und stellt die Rechte der Kinder nunmehr grundsätzlich über die Rechte der geschiedenen oder getrennten Eltern, gleichgültig ob sie verheiratet waren oder nicht. “Die Kinder werden nun in punkto Unterhalt vorrangig vor allen anderen Unterhaltsberechtigten behandelt, auch wenn nicht genügend Geld für alle vorhanden ist”, erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz.
An zweiter Stelle stehen alle Elternteile, die sich der Kinderbetreuung widmen sowie langjährige Ehepartner. Der Betreuungsunterhalt wird ab der Geburt des Kindes für die ersten drei Jahre gewährt, eine eventuelle Verlängerung hängt von den Belangen des Kindes ab. Ehemals Verheiratete sollen ebenso wie nicht Verheiratete möglichst bald nach der Trennung bzw. Scheidung ihre Berufstätigkeit wieder aufnehmen, um selbst für den Unterhalt zu sorgen. Allerdings muss dies mit der Kinderbetreuung vereinbar sein. “Die Änderungen im Unterhaltsrecht laufen auf mehr Eigenverantwortung der Ehegatten nach der Trennung bzw. Scheidung hinaus und sorgen für mehr Gerechtigkeit den Kindern gegenüber”, erläutert Kronzucker. Ein interessanter Aspekt ist, dass diese Neuregelung auch rückwirkend Anwendung gelten kann.
München, 10.01.2008
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ACHTUNG AKTUELLE SONDERMITTEILUNG: Absoluter Preiskampf der KFZ Versicherer
18.1.2008 von Andreas.
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